Verein Acker Pella lädt ein

Gemeinschaftsgärtnerei und BUND erklären Terra Preta

Krähenwinkel. Künstlichen Dünger, Pflanzenschutzmittel und Torfprodukte vermeiden und trotzdem prächtiges Gemüse ernten? Der Verein "Acker Pella - Gemeinschaftsgärtnerei" und der BUND laden zu einer Veranstaltungsreihe zum Thema „Terra Preta – Gärtnern mit Pflanzenkohle“ ein, um dies zu klären.
Terra Preta, die schwarze Erde, ist pflanzenkohlenhaltig und wurde bereits vor mehr als 2.000 Jahren im Gebiet des Amazonasbeckens von Menschen hergestellt. Das Wissen um die Fruchtbarkeit dieser Erde wurde in den letzten Jahren in Europa neu entdeckt. Die Fähigkeit der Holzkohle, Nährstoffe zu absorbieren und durch Befeuchtung nach und nach abzugeben, ist nur einer der Vorteile von Terra Preta. Insbesondere die gute Wasserspeicherfähigkeit des Substrats und die Förderung des Humusaufbaus des Bodens überzeugen viele Gartenfreunde. Als Kulturtechnik führt Terra Preta zu einer nachhaltigeren Bewirtschaftung von Produktionsflächen, indem lokale Stoffkreisläufe durch die direkte Wiederverwertung organischer Biomasse geschlossen werden und der Einsatz von Düngemitteln und Pestiziden reduziert werden kann, indem ein gesunder mit ausreichend Nährstoffen angereicherter Boden heranwächst.
Den Auftakt der Veranstaltungsreihe zu diesem Thema bildet am Donnerstag, 25. Juni, ab 17 Uhr ein Vortrag der Terra-Preta-Experten Mona Gharib und Harm Glashoff (BUND) mit anschließender Besichtigung des Terra Preta-Schaubeetes auf dem Gelände der Gemeinschaftsgärtnerei des Krähenwinkler Vereins Acker Pella.
Am Sonntag, 5. Juli, ab 14 Uhr lädt das junge Team der Gemeinschaftsgärtnerei, das sich in Krähenwinkel dem biologischen Gemüseanbau verschrieben hat, zum Workshop und selber Ausprobieren ein. Angemeldete Teilnehmer erhalten die Möglichkeit, Terra Preta selbstherzustellen und bestücken recycelte Pflanzgefäße. Es können maximal 15 Teilnehmer dabei sein; Anmeldung per Email acker_pella@web.de oder telefonisch unter (0511) 23 51 04 25. Von der geschmacklichen Qualität des ohne künstliche Dünger und Pflanzenschutzmittel gezogenen Gemüses, kann sich überzeugen, wer am Sonntag, 26. Juli, ab 14 Uhr am Workshop „Kochen im Garten“ teilnimmt. Zum Kochen wird die Abwärme des Pyrolysekochers genutzt. In gemütlicher Runde wird Gemüse geerntet und gemeinsam gekocht. Die Teilnehmer erfahren mehr über die Eigenschaften der pflanzenkohlenhaltige Erde, vegane Ernährung und den Gemüseanbau. Alle Veranstaltungen finden auf dem Gelände der Gemeinschaftsgärtnerei, Im Blanken Moor 2, statt.