„Vergesst die Toten nicht“

Zum Gedenken an die Toten werden Kränze am Mahnmal neben der Elisabethkirche niedergelegt. (Foto: L. Schweckendiek)
Langenhagen (ls). Mit dem elften Glockenschlag und einem anschließenden Musikstück begann am Sonntag, 17. November, die Gedenkfeier zum Volkstrauertag. Angehörige und Trauernde hatten sich zu diesem Anlass am Denkmal der Elisabethkirche Langenhagen versammelt, um den Verstorbenen aus den Weltkriegen zu gedenken.
Pastorin Bettina Prassler-Kröncke gedachte an diejenigen, die keinen Frieden finden konnten: „Der Grund, aus dem wir heute hier sind ist menschliches Versagen und des Menschen Schuld. Wir sollten uns den Umgang mit unserem Leben bewusst machen und das Misstrauen gegen das Fremde überwinden. Die Kriege, die Flucht und das Elend, all dies wurde vom Menschen selbst gemacht.“ Außerdem appellierte sie, dass auch heute bei Rassismus und bei Kriegen in anderen Ländern nicht einfach weggesehen werden soll. „Krieg und Flucht gibt es auch heute noch. Und alles, was geschieht geht uns etwas an.“ Auch Langenhagens Bürgermeister Friedhelm Fischer war zu diesem Anlass gekommen. Er beteuerte seinen „Respekt vor den Gefallenen“. Unter dem Motto „Vergesst die Toten nicht“ forderte er auf, für ein Denken gegen den Krieg Bereitschaft zu zeigen: „Wir erinnern heute an eine dunkle Zeit unserer Geschichte, an Leid, Elend und Tod. Auch heute darf man dieses Thema nicht vergessen. Während wir hier stehen und inne halten schießen gerade irgendwo Menschen aufeinander, einzig wegen ihrer verschiedenen Meinungen.“ Der Volkstrauertag sei ein Tag der Besinnung und des stillen Gedenkens, so Fischer weiter: „Frieden, Freiheit und Demokratie sind nicht selbstverständlich, wir sollten sie achten und schützen.“ Mit erneuter musikalischer Begleitung einer Abordnung des städtischen Blasorchesters Langenhagen wurden dann die Blumenkränze für die Gefallenen, als Zeichen des Gedenkens, zum Denkmal getragen.