Verkehrsaufkommen langfristig entlasten

Ingenieurgemeinschaft stellt Stadtentwicklungsplan für Langenhagen vor(

(Langenhagen (bo). Zwei Jahre lang ist am Verkehrsentwicklungsplan gearbeitet worden, acht intensive Sitzungen hat es geben. Nun liegt der Abschlussbericht vor und wurde dem Verkehrs- und Feuerwehrausschuss vorgestellt.( Analysiert wurden hierbei alle Straßen und Radwege der Innenstadt und der Ortsteile.( Es kam unter anderem heraus, dass rund 1.200 Radfahrer täglich auf der Walsroder Straße fahren – insgesamt machen die Radler rund zehn Prozent des Verkehrsaufkommens in Langenhagen aus.( Der Autoverkehr ist ebenfalls stark genutzt: Allein die Godshorner Straße passieren täglich rund 20.000 Kraftwagen. (Als Problemzone stellten sich unter anderem enge Ortsdurchfahrten heraus. „Insbesondere in Kaltenweide ist dies der Fall“, erklärt Thomas Müller von der Ingenieurgemeinschaft Schubert. Alarmierend: Viele Radwege in Langenhagen und den Stadtteilen erfüllten nicht die Vorgaben der Straßenverkehrsordnung. „Diese und andere Probleme haben wir dann in einer Problemkarte zusammengestellt“, sagt Müller. So habe man eine gute Übersicht über alle Problembereiche.(„Es ist davon auszugehen, dass das Verkehrsaufkommen bis 2020 um rund zehn Prozent zunehmen wird“, so Müller weiter. Gründe hierfür seien unter anderem der Ausbau des Zentrums, die Westerweiterung am Flughafen und der Neubau des Schwimmbades. (Um Langenhagens Straßen zu entlasten, hat man sich einige Pläne ausgedacht. „Die Walsroder Straße könnte enger gebaut werden, gleichzeitig könnte man den Bereich Pferdemarkt ausbauen, um den Verkehr auf der Walsroder Straße zu entlasten“, erklärt Müller. Das Ziel ist es, den Verkehr stärker auf die Wagenzeller Straße und die Autobahn zu verlagern. (Auch einen südlichen Anschluss der Langenhagener Straße sieht der Plan vor. „Das würde Schulenburg entlasten, gerade zu den Stoßzeiten“, sagt Müller. Selbstverständlich ließe sich damit nicht alles lösen, aber generell sei mit allen angedachten Maßnahmen eine deutliche Verbesserung der Verkehrssituation möglich. „Das würde bis zu 5000 Fahrten weniger innerhalb Langenhagens bringen – trotzdem wäre das Verkehrsaufkommen weiterhin hoch“, gibt Müller zu bedenken. (Für Fahrradfahrer sei es an manchen Straßen denkbar, dass bisher bestehende Radwege aufgehoben würden und eine Nutzung der Fahrbahn erlaubt werde. Andererseits sollten beispielsweise im Bereich der Münchner, Evershorster und Brinker Straße Verkehrsanlagen für Radfahrer gebaut werden. „Für die Sicherheit der Fahrradfahrer sollten ebenfalls die bestehenden Radwege auf der Walsroder Straße, der Theodor-Heuss-Straße und am Pferdemarkt ausgebaut werden“, findet Müller. Das dies wichtige Hauptstraßen sind, sei es wichtig, diese für Radfahrer besser nutzbar zu machen.( Mit der Förderung des Radverkehrs könne man eine starke Verkehrsentlastung in der Stadt erreichen. (Der Plan wird nun in die Ortsräte gegeben, die sich damit auseinandersetzen. Positives Feedback gab es bereits von Wolfgang Kuschel: „Ich freue mich als überzeugter Radfahrer, dass nahezu alle verbesserungswürdigen Fahrradstellen angesprochen wurden." (Einstimmig abgelehnt wurde indessen die Idee, zwei neue Haltestellen an der Walsroder Straße gegenüber dem "Netto"-Markt. Die Parteien begründeten ihre Entscheidung mit einem zu hohen Kostenaufwand.