Verkehrspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion zu Gast

Georg Ebeling (mitte) zeigt dem verkehrspolitischen Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Patrick Döring (rechts) und Erik van der Vorm das Gelände des Unternehmens Foto: L. Irrgang (Foto: Foto: L. Irrgang)

Patrick Döring besuchte Spedition Ebeling zum fachlichen Austausch

Gailhof (ig). Vergangene Woche besuchte mit Partrick Döring der verkehrspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion die Firma Ebeling in Gailhof. Georg Ebeling junior nutzte die Gelegenheit, einen interessanten fachlichen Austausch mit dem Politiker zu betreiben. „Die Gründung des Unternehmens erfolgte 1928/29“, so Ebeling. Mittlerweile habe man über 400 Mitarbeiter, 200 Fahrzeuge und sei in mit acht Standorten in vielen Ländern Europas vertreten. Vor elf Jahren erfolgte der Umzug von Mellendorf nach Gailhof verbunden mit dem Bau der großen Hallen, erläuterte Ebeling dem verkehrspolitischen Sprecher die jüngste Firmengeschichte. Doch der Blick in die Zukunft des Unternehmers geht weiter, mittlerweile wurden 38.000 Quadratmeter Fläche zugekauft, hier wird eine zusätzliche Halle mit einer Größe von 8.000 Quadratmetern gebaut, Mitte Juni soll diese fertig sein. “Wir dachten, man bekommt Förderung vom Staat, angeblich bekommt ja jeder was aber wir mussten feststellen, dass wir keine Subventionen für diese Investition bekommen“, so Ebeling, der seinen Unmut über die Vergabe von Förderungen deutlich machte. Der Staat schaffe so keinen Anreiz für einen Unternehmer, „auch jetzt in der Krise Geld in die Hand zu nehmen.“
Der Schwerpunkt der unternehmerischen Tätigkeit sei mittlerweile die Logistik. „Die so genannte letzte Meile“, so Ebeling, „wir sehen uns aber auch als verlängerte Werkbank.“ Die Belieferung von Filialen mache mit ein Großteil der Tätigkeit aus, „und hierbei könnte man sagen, von der Eingangskontrolle bis zum Umpacken.“
Die Logistik sei in Deutschland der dritte große Wirtschaftsfaktor, „und diesen wollen wir weiter stärken“, machte Döring gegenüber Ebeling deutlich. „Aber Ihr Beispiel zeigt, dass wir bei der Förderung etwas tun müssen.“ Investitionssicherheit solle aber auch die Nichterhöhung der Mautgebühr in der laufenden Legislaturperiode geben, „denn eine solche wird es in dieser Koalition nicht geben“, so Döring. Scharfe Kritik gab es von dem FDP-Politiker zudem für die Umweltzone. „Das ist ein Rückfall in mittelalterliche kleinstaatliche Strukturen“, Deutschland sei das einzige Land in Europa mit einer solchen Umweltzone. Ob diese Zonen für die Umwelt wirklich etwas bringen, bezweifelte der Politiker. „Ich glaube nicht, dass diese Zonen die Lösungen der Probleme sind.“
Bei dem Rundgang durch die Hallen und über das Außengelände verschaffte sich der verkehrspolitische Sprecher der FDP, der bei seinem Besuch von Andrea Giese, Erik van der Vorm und Thomas Iseke begleitet wurde, zudem einen sehr guten Einblick in das wedemärker Unternehmern. Eine Station war beispielsweise auch die unternehmenseigene Werkstatt, in welcher drei Auszubildende zu den Mitarbeitern gehören.