Verklausulierte Absage der Deutschen Bahn

Weiter keine Lautsprecherdurchsage in Kaltenweide

Kaltenweide (ok). Lautsprecherdurchsagen zur Ankündigung von durchfahrenden Zügen – ein Service, auf den die Deutsche Bahn seit 1. Oktober an Bahnhöfen verzichtet. Auch in Kaltenweide. Nach Ansicht von SPD und Grünen im Ortsrat zumindest für Kaltenweide eine falsche Entscheidung, die revidiert werden sollte. Gerade der Bahnsteig in Richtung Hannover werde morgens sehr stark frequentiert – Berufstätige, Schüler und Studenten nutzten die S-Bahn oder warteten auf ihre Busse. Zeitweise sei der Bahnsteig so voll, dass man ab der Treppe nur "in Slalombewegungen" vorwärts kommt. Anette Spremberg, Sprecherin der SPD-Fraktion: "Zu gefährlichen Situationen kommt es insbesondere dann, wenn der Heidesprinter Erixx in unschöner Regelmäßigkeit verspätet mit 120 Stundenkilometern durch den Bahnhof rast. Der Sog ist auch zu spüren, wenn man sich hinter der Bahnlinie aufhält." Nach sieben Wochen kam in einem weit ausholenden und verklausulierten Schreiben jetzt die Antwort der Deutschen Bahn, die mit dem einen Wort "Absage" zusammengefasst werden kann. Eine "Risikoanalyse mit Bewertung" habe ergeben, dass für eine Lautsprecherdurchsage in Kaltenweide kein Bedarf bestehe.