Vernetzung für Begabte

Organisatoren für die Talenteförderung: Ulrike Ludy (Gymnasium Langenhagen) und Bernd Blauert Segna (Volkshochschule Langenhagen). Foto: G. Gosewisch

Gymnasium Langenhagen setzt weiter auf Talentförderung

Langenhagen (gg). Der bereits vor sechs Jahren gegründete Hochbegabungsverbund in Langenhagen hat in den vergangenen drei Jahren Fahrt aufgenommen. „Wir merken ganz deutlich ein steigendes Interesse“, sagt Ulrike Ludy, Koordinatorin des Hochbegabungsverbundes am Gymnasium Langenhagen. Nach ihrer Einschätzung tragen publikumswirksame Aktionen dazu maßgeblich bei: „Es ist wichtig, unsere Arbeit in Workshops anschaulich zu machen. Damit stellt sich nicht nur Akzeptanz ein. Viele werden durch die Präsentationen erst auf die Möglichkeiten unserer Talentförderung aufmerksam. So bekommen wir mehr Anfragen, Zuspruch und Unterstützung und unser Förderungsnetzwerk erweitert sich.“ Das habe sich zumindest beim Talente-Tag Ende April gezeigt. Anlässlich des Welttages des Buches waren Aktionen talentierter und engagierter Schüler die tragende Säule im Programm der Stadt Langenhagen unter dem Motto "Langenhagen bewegt". Die Präsentationen von elf Talente-Workshops waren ein Programmpunkt. Zu Themen wie Spurensuche am Nil, Kriminal-Tango oder Chemie in der Kriminalstatistik wurden nach nur sechs Stunden erlaubter Vorbereitungszeit eindrucksvolle Schau- und Mitmach-Darbietungen erschaffen und der Öffentlichkeit präsentiert. Ulrike Ludy freut sich über die gute Zusammenarbeit mit den Organisatoren im Hochbegabungsverbund Langenhagen. Dazu gehören Gabriela Kasten, Leiterin der Grundschule Krähenwinkel, und Bernd Blauert-Segna von der Volkshochschule Langenhagen. Dem Verbund angeschlossen sind weiterhin die Grundschule in Godshorn, die städtischen Kindertagesstätten Kolberger Straße und Veilchenstraße sowie die Stadtbibliothek, das Stadtarchiv und der Kunstverein. „Wir rücken bewusst von einer starren Hochbegabten-Förderung ab. Wir zeigen talentierten Schülern ab Klassenstufe 3 bis Klassenstufe 12 Möglichkeiten auf“, erläutert Ulrike Ludy und betont damit den Aspekt der freiwilligen Mitarbeit der Schüler. Individuell wie die Talente selbst sind die Angebote. Dazu gehört die Möglichkeit der zusätzlichen Fächerbelegung oder die Unterstützung bei zusätzlichen Prüfungen um außerschulische anerkannte Zertifikate und Qualifizierungen zu erlangen. Beispiele hierfür sind die so genannten B2-Zertifikate in Spanisch oder Französisch, die nach einer Prüfung an der Volkshochschule Langenhagen nach Vorbereitung im Gymnasium Langenhagen erworben werden können. „Wir hören nicht selten von Bewerbungsvorteilen, die Schüler nutzen, wenn sie Zusatzzertifikate bei der späteren Berufsausbildung vorweisen können.“, ergänzt Bernd Blauert-Segna.