Versammlung der Ortsfeuerwehr Engelbostel

Die vereidigten, beförderten und geehrten Mitglieder der Ortsfeuerwehr Engelbostel.

Mitglieder geehrt, Walter Radmacher sorgte für Humor

Engelbostel (dl). Dass Altwerden nicht immer leicht ist, weiß man. Da kann es nicht schaden, wenigstens seinen Humor nicht zu verlieren. Frei nach dem Motto „Alles bleibt beim Alten“ setzte sich Walter Rademacher in seinem ironisch-humorvollen Bericht aus der Altersabteilung fröhlich mit den im Alter zwangsläufig auftretenden Unpässlichkeiten und Einschränkungen auseinander. Schon als er an das Mikrofon trat, war unter den Zuhörern vereinzelt zu hören: „Gleich gibt es was zu lachen“. Das Essen müsse man sich halt danach aussuchen, was man den dritten Zähnen noch zumuten könne, sagte er und ja, bei einem Durchschnitt von 76,3 Jahren verspüre auch die Altersabteilung gewisse Zukunftsängste. Dank Teilhabegesetz und Pflegeversicherung sei aber Licht am Ende des Tunnels in Sicht. Rademacher schlägt vor, im Rahmen einer Zweitverwertung das ehemalige Gerätehaus in Engelbostel, das nach Inbetriebnahme des neuen ja leerstünde, in eine Zweigstelle der Geriatrischen Klinik umzuwandeln. Zurück zu etwas Ernsthafterem. Einschließlich der 291 Fördermitglieder zählt die Feuerwehr in Engelbostel 417 Mitglieder. Davon 47 in der Altersabteilung, 14 in der Jugend- und acht in der Kinderfeuerwehr. Für die 57 Aktiven der Ortsfeuerwehr verzeichnet die Statistik des Jahres 2016 insgesamt 34 Einsätze. Davon 19 Brandeinsätze, neun Technische Hilfeleistungen und sechs Fehlalarme. Auch wenn bei dem Fabrikgroßbrand im Januar 2016 allein 108 Einsatzstunden anfielen, so wenden die freiwilligen Feuerwehrmänner, nicht nur in Engelbostel, doch den weitaus größten Anteil ihrer Dienststunden für ihre Ausbildung auf. Das Konzept des von den Feuerwehren Engelbostel und Schulenburg gemeinsam zu nutzende neue Gerätehaus am Stadtweg stellte Stadtbrandmeister Arne Boy vor. Gebaut werden soll ab Herbst diesen Jahres, und im Herbst 2018 soll es bezugsfertig sein. Jetzt schon nutzbar dagegen ist der neue Fahrradständer neben dem Gerätehaus. „Und den werden wir beim Umzug mitnehmen“, versprach Ortsbrandmeister Robert Heidrich. Der Tagesordnungspunkt Ehrungen und Beförderungen nahm diesmal etwas mehr Zeit in Anspruch als sonst, denn die Namensliste war lang. Nach Dienstzeit gestaffelt, beginnend mit 25 Jahren aktiver Dienst in der Feuerwehr sind das: Miriam Trende, Michael Lüdtke, Ralf Thomas sowie Ilka Engelke, 25 Jahre Mitgliedschaft. 40 Jahre: Horst Kaminski, Wilhelm Bertram, Günter Scheele, Adolf Stünkel, Heinz Trieloff. 50 Jahre: Lorenz Hellbach, Gerd Engelke, Kurt Mörke, Heinrich Roggenthien, Siegfried Haster. 60 Jahre: Walter Rademacher, Dieter Menz. Befördert wurden: Leon Schwope, Oliver Barth zum Oberfeuerwehrmann. Tina Eike: Erste Hauptfeuerwehrfrau. Christian Meier: Löschmeister. Thomas Voegler: Oberlöschmeister. Lars Seidel: Brandmeister und Robert Heidrich zum Oberbrandmeister.
Vor der eigentlichen Hauptversammlung traf sich der Förderverein der Ortsfeuerwehr, übrigens der einzige seiner Art unter den Langenhagener Ortsfeuerwehren, wie Thomas Bredthauer, Vorsitzender des Vereins, betonte. Dessen Aufgaben sieht Bredthauer vorrangig in der Unterstützung der zahlreichen Aktionen der Engelbosteler Kinder- und Jugendfeuerwehr, gewissermaßen als eine wichtige Investition in die Zukunft.