Versorgung für den Notfall

Rettungsdienst nutzt neue Technik

Region. Den Überblick über Ausstattung und Auslastung der Kliniken hat die Notruf-Leitstelle dank der neuen Software Ivena sofort auf dem Bildschirm und kann danach auswählen, welches Krankenhaus angesteuert wird. Über Ivena wird zudem die entsprechende Klinik voralarmiert. Die Klinik bereitet sich schon während der Anfahrt der Rettungsmittel vor, und der Patient wird vom Rettungsdienst nun direkt übergeben: Lückenlos und ohne Zeitverzögerung soll die lebensrettende klinische Diagnostik und Therapie beginnen. Zudem soll die Belegung freier Plätze optimiert werden. Rettungswagen werden grundsätzlich in die Kliniken geschickt, die zum jeweiligen Zeitpunkt über die besten Versorgungskapazitäten verfügen. Belastungen der Notaufnahmen werden frühzeitig visualisiert. „Durch die Rettungskette vom Notruf bis zur Klinik“ wird eine optimale Versorgung der Notfallpatienten ermöglicht und gesichert“, sagt Andreas Flemming, ärztlicher Leiter des Rettungsdienst.
In Hessen ist Ivena bereits flächendeckend eingeführt. In Niedersachsen waren Landeshauptstadt und Region Hannover mit ihrem gemeinsamen Pilotprojekt nach dem Heidekreis die ersten Nutzer. Insgesamt 15 Kliniken aus der Region Hannover haben sich angeschlossen: die MHH, die sieben somatischen Krankenhäuser der KRH GmbH, Diakovere mit drei Häusern sowie das Kinder- und Jugendkrankenhaus Auf der Bult, das Clementinenhaus, das Vizenzkrankenhaus und die Paracelsus-Klinik.