Verwaltung begrüßt UMTS in Lindwedel

Björn Gehrs (v. r.) als Vertreter der DSL-Breitbandinitiative, Lindwedels Bürgermeister Axel Wehberg, Samtgemeindebürgermeister Hans-Wilhelm Frische, Bernd Hoffmann, Leiter für Konzernkommunikation bei Vodafone und Konzernrepräsentant Dirk Ebrecht beim Ge

Vodafone stellte Politikern seine Möglichkeiten der Datenübertragung vor

Lindwedel (awi). „Dass die Situation für Lindwedel jetzt so komfortabel ist, haben wir gar nicht gewusst. Schon jetzt können die Lindwedeler UMTS per Funk nutzen, auch wenn andere
Entscheidungen noch ausstehen. Das ist sehr gut“, freute sich Samtgemeindebürgermeister
Hans-Wilhelm Frische. Er traf sich am Donnerstag mit Repräsentanten des Vodafon-Konzerns, Bürgermeister Axel Wehberg und Björn Gehrs, dem Vertreter der DSL-Breitbandinitiative Im stillen Winkel in Lindwedel zum Informationsgespräch.
Vodafone hat zwischen Hope und Lindwedel einen UMTS-Masten errichtet und ist gerade dabei, die Lindwedeler über die daraus resultierenden Möglichkeiten zur Datenübertragung zu informieren. Unabhängig davon hatte es am Vorabend einen Infoabend der DSL-Breitbandinitiative in Lindwedel gegeben (siehe auch Bericht auf Seite 4). Den UMTS-Turm könnten auch andere Anbieter nutzen, indem sie ihre Antennen anbauten, erklärte Konzernrepräsentant Dirk Ebrecht. Eine Anfrage von E-Plus gebe es bereits. Das Funknetz sei insgesamt wetterunabhängiger und ausfallsicherer, betonte Ebrecht und kündigte gleichzeitig bereits LTE an, den UMTS-Nachfolger, bei dem das zur Verfügung stehende Frequenzband in viele Unterbänder geteilt wird. Je nach benötigter Bitrate können Basisstation und Endgerät dann eine oder mehrere dieser Unterbänder zur Übertragung nutzen. Die spezielle Kodierung stellt dabei sicher, dass alle Unterbänder voneinem Sender beziehungsweise Empfänger gleichzeitig moduliert und über eine Antenne übertragen werden können. Axel Wehberg, Bürgermeister von Lindwedel, bringt es auf den Punkt: „Früher fragten Bauinteressenten nach Schule, Kindergarten und Supermarkt, heute nach DSL-Anschluss. Wenn eine Gemeinde keine komfortablen Datenübertragungsraten bieten kann, hat sie wenig Chancen, ihre Grundstücke zu vermarkten.“ „Unsere UMTS-Station, die jetzt seit zwei Monaten im Betrieb ist, schafft zurzeit 3,6 Megabit pro Sekunde in der Spitze“, berichtete Ebrecht. Geplante Nachrüstungen in den nächsten zwei Wochen sollen die Übertragungsgeschwindigkeit auf bis zu 7,2 Megabit pro Sekunde erhöhen und bis Sommer 2011 sollen sogar bis zu 14,4 Megabit pro Sekunde möglich sein. „Vodafone bietet damit den Lindwedelern eine sehr leistungsfähige Alternative“, betonte Ebrecht gegenüber Frische, Wehberg und Gehrs. Für die DSL-Breitbandinitiative unterstrich Björn Gehrs, dass man mit verschiedenen Anbietern Gespräche führe und über die Netzvergabe ja in wenigen Wochen Klarheit bestehe, sobald die Submission erfolgt sei. Dann werde auch feststehen, ob und wann Lindwedel, Buchholz, Marklendorf und andere Orte der Samtgemeinde Kabel, wenn es denn eins werde, bekommen. Dann werde es auf jeden Fall noch einmal eine anbieterunabhängige Informationsveranstaltung für alle Lindwedeler geben, so Gehrs.