Verwechslung mit Wölfen

Um freilaufende Hunde kümmerte sich die Polizei in der Nacht von Sonnabend auf Sonntag.

Polizei alarmiert, Tierrettung sichert Jagdhund

Langenhagen (gg). Die Meldung "Wölfe an der Karl-Kellner-Straße und Am Pferdemarkt" verbreitete sich am vergangenen Wochenende in den sozialen Medien - wie so oft ein totaler Quatsch. Tatsächlich liefen in der Nacht von Sonnabend auf Sonntag zwei Hunde frei herum, die wurden jedoch bereits von ihren Haltern gesucht, waren nur kurz ausgebüxt. Die Polizei kümmerte sich darum, schaltete die Tierrettung mit dem Einsatzfahrzeug Struppi ein. Ein Hund wurde vom Struppi-Team eingefangen, der zweite Hund verschwand im Bereich der Walsroder Straße und konnte nicht aufgefunden werden.
"Die Verwechslung mit einem Wolf ist nicht nachvollziehbar", sagt Arwid Possekel vom Tierheim im Gespräch mit dem ECHO. Denkbar sei das durchaus bei manchen Rassen, aber nicht in diesem Fall. Der Experte erklärt: "Es gibt Herdenschutz-Hunde, die dem Wolf ähnlich sehen. Hier wurde ein spanischer Jagdhund eingefangen und der sieht gänzlich anders aus als ein Wolf. Spanische Jagdhunde sind dafür bekannt, gerne eigene Entscheidungen zu treffen und wenn die Halterbindung nicht so ist, wie wünschenswert wäre, kann ein Gassigang mal auf diese Weise enden." Da dieser Hund ein Halsband mit Kontakt-Daten trug, konnte der Halter umgehend ermittelt werden. Schon nach kurzer Zeit wurde der Hund abgeholt.