Viel kräftige Farbe erwünscht

Mit dem Ausprobieren der Srühtechnik begann die Kunst-Aktion vor dem Kommissariat auf der Ostpassage. (Foto: G. Gosewisch)

Graffity-Kunst im Kommissariat

Langenhagen (gg). „Viele weiße Wände, keine Bilder – das soll sich ändern“, sagen Beatrice Kalz-Kröster und Monika Adam, die sich im Auftrag der Beamten und Beschäftigten im hiesigen Polizeikommissariat an der Ostpassage um Abhilfe kümmern. Etwas Kreatives sollte es sein, Jugendliche zu beteiligen war ein zusätzliches Ziel. Gut bekannt für Aktionen dieser Art ist der Verein Kulturstiftung mit den Organisatorinnen Gabriele Spier und Ulrike Jagau. Sie haben bereits zwei Kunstaktionen initiiert und dabei Jugendlichen unterschiedlicher Herkunft und Konfession die Teilnahme ermöglicht. So ist der Zugang zum S-Bahnhof Langenhagen-Pferdemarkt gestaltet worden, und diverse Telekom-Schaltkästen sind jetzt nicht mehr schmutzig grau, sondern interessante Hingucker. Der hannoversche Künstler Jonas Wömpner wurde dank der finanziellen Unterstützung des Präventionsrates für die Aktion im Kommissariat engagiert, um den acht Jugendlichen, die nun an das Werk gingen, Anleitung zu geben. Jonas Wömpner sagt: „Einige Tipps sind wichtig, aber es ist toll zu sehen, wie viele Ideen die Jugendlichen selber haben.“ Sicherlich habe die Arbeit mit Spraydosen für die Jugendlichen schon deshalb einen großen Reiz, weil sehr schnell viel Farbe auf die Fläche kommt. Ulrike Jagau und Gabriele Spier schauten sich an, wie die Motive entwickelt werden. Legale Flächen für Graffitis zu stellen, sei wichtig, sagen sie, es gehe um die Anerkennung der Kunstform und um die Abgrenzung zum illegalen Sprühen.