Viele bewegende Einzelschicksale

Der Gospechor "Voices of Joy" gestaltete den Weltgebetstag musikalisch. (Foto: J. Biscan)

Philippinen im Mittelpunkt des Weltgebetstages

Langenhagen (ok). Ein Land voller Gegensätze – nicht nur landschaftlich gesehen: Die Philippinen mit ihren mehr als 7.000 Inseln standen in diesem Jahr im Blickpunkt des Weltgebetstages, zu dem die Matthias-Claudius-Kirche eingeladen hatte. Die musikalische Gestaltung hatte der Gospelchor „Voices of Joy“ übernommen, unterstützt von drei Studentinnen der Musikhochschule Hannover. So wurde gemeinsam gesungen, gebetet und vor allen Dingen auch den Geschichten über das Leben der Menschen auf den Philippinen gelauscht. Etwa die Erzählung über Merlyn aus Mindanao im Süden des Landes, die als Haushaltshilfe schuften musste; die Geschichte vieler junger Mädchen auf den Philippinen, die aus wirtschaftlicher Not in die großen Städte oder ins Ausland abwandern, um dort zu arbeiten. Sie beenden kaum die Grundschule, werden oft missbraucht und ausgenutzt. Genauso wie Tagelöhnerinnen auf Zuckerrohrplantagen, wie Celia sie eine ist. Oder Editha, die nach einem Taifun keine staatliche Hilfe für den Wiederaufbau bekommen hat und durch das Programm „Bargeld für Arbeit“ des britischen Hilfswerks „Christian Aid“ unterstützt worden ist. Ein Zeichen der Solidarität für ein bewegendes Einzelschicksal, wie es viele auf dieser Welt gibt. Der nächste Weltgebetstag in Langenhagen wird von der Kirchengemeinde St. Paulus ausgerichtet, dann geht es schwerpunktmäßig um Surinam.