Viele gemeinsame Aktivitäten

Die stellvertretende Bürgermeisterin Ulrike Jagau (rechts)übermittelte Helmut und Anita Schrader die offiziellen Glückwünsche zur goldenen Hochzeit. Foto: K.Raap

Helmut und Anita Schrader feierten goldene Hochzeit

Langenhagen (kr). Helmut und Anita Schrader, die jetzt ihre goldene Hochzeit feierten, haben sicherlich einen großen Freundes - und Bekanntenkreis in der Flughafenstadt. Die offiziellen Glückwünsche der Region und der Stadt überbrachte die stellvertretende Bürgermeisterin Ulrike Jagau. Helmut Schrader war schon aus familiären Gründen der Arbeiterwohlfahrt Langenhagen verbunden, Mutter Elsa engagierte sich mit der verstorbenen Ehrenbürgerin Martha Korell am Aufbau der Langenhagener AWO, Schwester Anneliese übernahm jahrelang deren Vorsitz. Beruflich drehte sich bei dem gebürtigen Brinker alles um das Bauwesen, das er von der Pike auf erlernte. Nach der Lehre im Langenhagener Tiefbauamt als Zeichner und einer Maurerlehre bei der Firma Tölke absolvierte er in Nienburg das Studium zum Tiefbauingenieur. Bei der Heizungs- und Sanitär-Firma Albert Jörn fungierte er als Bauleiter, ehe er von 1967 bis 1984 ein eigenes Tiefbauunternehmen führte. Bis heute ist er bei der Firma Gebrüder Holtmann noch als freier Mitarbeiter bei unterschiedlichsten Objekten mit Bauleitungen befasst. Ehefrau Anita war schon lange vor der Hochzeit von 1942 bis 1944 im Ordnungsamt der Kommune unter Bürgermeister Ebeling beschäftigt. Eine schlimme Zeit erlebte die Hannoveranerin, als sie vor Kriegsende noch als 17-Jährige für zwei Jahre als Flakhelferin verpflichtet wurde.
Geheiratet wurde am 2. April 1965 im alten Standesamt an der Bothfelder Straße. Einen wichtigen Grundstein für die 50jährige glückliche Ehe legten Helmut und Anita Schrader schon früh mit ihren gemeinsamen Hobbys. Im Langenhagener Motorclub nahmen sie an unzähligen Wettbewerben im Rallye- und im Geschicklichkeitsfahren teil und brachten es zu Titeln bis auf Landesebene. Verschrieben hatten sie sich auch dem Tanzsport, den sie in der bekannten hannoverschen Schule Bothe erlernten und dort auch den Sprung in den Turniertanz schafften. Sehr verbunden waren beide auch mit dem inzwischen aufgelösten Tennis-Club Langenhagen. Während Anita mehr die gesellschaftlichen Aspekte in einem großen Damen-Freundschaftskreis bevorzugte und außerdem 40 Jahre in einem Kegelclub mitwirkte, galt ihr Ehemann längst als Tennisverrückter. Die sportlichen Grundlagen dafür schuf er sich schon in jungen Jahren als Handballer. In der A-Jugend 1887 Hainholz schaffte er den Sprung in die Niedersachsenauswahl und war beim Vorspiel des Herrenteams bei einem Länderspiel im Niedersachsenstadion gegen Norwegen dabei. Viele Jahre spielte er dann im Hainhölzer Herrenteam in der Oberliga. Seine zweite sportliche Laufbahn wurde dann das Tennis. Zunächst sehr erfolgreich in Langenhagen, dann beim TC Resse bei den Herren 70 und 75 in der Regionalliga, der höchsten deutschen Spielklasse in diesen Altersklassen. In seinem jetzigen Heimatverein TC Godshorn trainierte er zuletzt zwei Damenmannschaften. Und im Internet ist er ständig auf der Suche nach modernen Lehrmethoden. Bei der privaten Feier anlässlich der goldenen Hochzeit natürlich auch dabei: die beiden Söhne und die vier Enkel.