Viele Schweißtropfen für Hilfsprojekt in Kenia

Schulleiter Timo Heiken ging mit gutem Beispiel voran und absolvierte viele Runden. (Foto: O. Krebs)

Eine Schülerin erlief allein 1.800 Euro beim UNICEF-Lauf an der IGS

Langenhagen (ok). 20 Grad Celsius, also nicht zu warm und nicht zu kalt und trocken: Ideales Laufwetter für den 15. UNICEF-Lauf der IGS Langenhagen. Nur ein kleiner Wermutstropfen trübte die Stimmung vor dem Start, als Sozialdezernentin Monika Gotzes-Karras in Vertretung des terminlich verhinderten Verwaltungschefs Mirko Heuer die Schülerinnen und Schüler begrüßte. UNICEF Deutschland hat es das erste Mal seit 1992 nicht fertiggebracht, einen prominenten Laufpaten in die Flughafenstadt zu schicken. „Dafür haben uns die Verantwortlichen fest versprochen, dass bei unserer Abschlussveranstaltung im November ein prominenter Laudator vorbeikommt“, sagt ein etwas enttäuschter Mitorganisator Rainer Lohse, der zusammen mit IGS-Lehrer Daniel Möllenbeck auch dieses Mal wieder die Federführung bei der Vorbereitung hatte. Vielleicht sogar Basketballstar Dirk Nowitzki selbst. Schließlich lief das diesjährige Projekt mit dem Schwerpunkt Jugend und Sport in Kenia in Zusammenarbeit mit der Dirk-Nowitzki-Stiftung. Aber eine Nummer kleiner darf es auch gern sein, Dirk Nowitzki ist in Dallas in den USA ja doch relativ stark eingebunden. Zurück zum UNICEF-Lauf: Alle 3.000 Mädchen, Jungen, Lehrer und auch Läufer von außerhalb legten sich richtig ins Zeug, wetzten auf der Zwei-Kilometer-Runde Kilometer für Kilometer für den guten Zweck. Insgesamt 13 Schulen machten mit. Jeder gab sein Bestes, egal, ob jung oder älter; Daniel Möllenbeck freute sich vor allen Dingen über die gute Resonanz in der Oberstufe, die das Projekt im Vorfeld näher beleuchtet hatte. Und der neue Schulleiter Timo Heiken ging mit gutem Beispiel voran. Nicht zu vergessen die vielen freiwilligen Helfer, die zum Beispiel beim Abstempeln und an den Wasser- und Verpflegestationen im Einsatz waren. IGS-Lehrer Ulf Seeger brachte das Motto des Tages auf den Punkt: Einen Schweißtropfen vergießen, damit es anderen besser geht.“ Bei 14 Veranstaltungen sind in Langenhagen übrigens 265.000 Kilometer gelaufen worden und rund 1,1 Millionen Euro für den guten Zweck zusammengekommen. Beim vorigen Lauf im Jahr 2014 schafften 2.200 Läufer 17.856 Kilometer, die insgesamt 51.500 Euro als Spende brachten. In diesem Jahr waren es 14.700 Kilometer, bei denen aber dank der großzügigen Spender etwa 58.000 Euro zusammenkamen. „Ein Mädchen hat allein 1.800 Euro erlaufen“, so ein hochzufriedener Organisator Daniel Möllenbeck im Gespräch mit dem ECHO. Und lange durchgehalten hat auch ein am Ende zwar erschöpfter, aber glücklicher Schulleiter Timo Heiken bei seiner Premiere des UNICEF-Laufes.