Viele Vorhaben für Flüchtlinge

Region fördert 30 Projekte aus Integrationsfonds

Region. Mit der Handykamera die neue Heimat erkunden, gemeinsam im Chor der Nationen singen, zusammen einen Garten pflegen: Integration gelingt am besten, wenn Menschen etwas miteinander erleben oder schaffen. Darauf setzen auch Vereine und Organisationen in der Region Hannover. 30 von ihnen werden jetzt aus dem Fonds der Region Hannover „Miteinander – Gemeinsam für Integration“ gefördert. Der Regionsausschuss hat grünes Licht für die Zuschüsse gegeben. Insgesamt fließen knapp 155.000 Euro. Das Oberthema lautete „Gleichheit + Differenz = VIELFALT“.
Seit 2009 fördert die Region Hannover jedes Jahr aus dem Integrationsfonds Vorhaben, die das Miteinander von Menschen mit und ohne Zuwanderungsgeschichte fördert. „In diesem Jahr hatten wir besonders viele Anträge, die sich auf die Teilhabe von Flüchtlingen beziehen – dieses Thema hatten wir auch als einen möglichen Schwerpunkt benannt“, sagt Dorota Szymanska, Leiterin der Koordinierungsstelle Integration der Region Hannover. Im Vergleich zu den Vorjahren sind weniger Anträge eingegangen: Insgesamt 58 Projektanträge lagen der sechsköpfigen Jury, die die Entscheidung des Regionsausschusses vorbereitet hat, vor. „Viele Initiativen engagieren sich zurzeit sehr in der Flüchtlingsarbeit, so dass sie wenig Zeit hatten, einen Antrag auszuarbeiten“, erklärt Dorota Szymanska. „Die Anträge sind professioneller geworden“, stellt die Leiterin der Koordinierungsstelle fest.
Regionspräsident Hauke Jagau lobte die Bandbreite der Projekte: „Es ist spannend zu sehen, mit was für unterschiedlichen Ideen Menschen an das Thema Integration gehen. Ich freue mich über das Engagement. Das Wichtigste ist, das Menschen mit und ohne Zuwanderungsgeschichte einander kennen lernen. Nur so können Gemeinsamkeiten entdeckt werden und die Anerkennung füreinander auf beiden Seiten gestärkt werden.“ Unter den 30 geförderten Projekten sind drei Projekte aus Langenhagen, darunter die Asiatische Frauengruppe (1.050 Euro), das Talk-Café in Wiesenau (2.900 Euro) und der Blumen- und Gemüsegarten von Ortsbürgermeister Wolfgang Langrehr in Kaltenweide (3.700 Euro).