Viele Wege führen nach Rom

Der nächste Schuss muss sitzen, sonst ist das Thema Stadtmarketing in Langenhagen wohl endgültig verbrannt. Eine wichtige Entscheidung ist schon gefallen – nach zwei gescheiterten Anläufen mit Ehrenamtlichen, die zwar mit viel Elan aber anscheinend ohne den rechten Plan an den Start gegangen sind, soll es jetzt eine hauptamtliche Kraft richten. Ein verantwortungsvoller Job mit einem großen Aufgabenfeld; das Projekt Pferdestärken, das jetzt ausgelaufen ist, kann dann nur als geringste Grundlage dienen. Die Frage ist, welche Rolle die bisherige Projektverantwortliche Regine von der Haar in der Zukunft in Sachen Stadtmarketing spielen wird. Marc Köhler jedenfalls sieht sie durchaus im Boot. Denn: Für Bürgermeister Mirko Heuer hängen Stadtmarketing und Unternehmenskommunikation eng zusammen, aus diesem Grunde will er die Aufgabe bei der Verwaltung ansiedeln. Sicherlich ein Ansatz, aber ob es der Königsweg ist, sei dahingestellt. Denn viele Wege führen bekanntlich nach Rom. Und das Rad neu erfinden muss auch niemand. Genauso wie beim Badneubau sollten sich Politiker und Verwaltung deutschlandweit informieren, was in vergleichbaren Städten läuft. Ein Paradebeispiel ist Norderstedt bei Hamburg in Schleswig-Holstein – das Stadtmarketing hat sich bereits vor etwa zehn Jahren beim Stadtgespräch im Rathaus vorgestellt. Einwohnerzahl, Lage am nördlichen Rand einer Großstadt, Flughafen, bisher relativ wenig Tourismus – die Parameter scheinen auch auf Langenhagen zuzutreffen. Schnellschüsse sind jetzt fehl Platze; grundlegende Informationen, was wie vermarktet werden und wohin die Reise letztendlich gehen soll, müssen her. Vielleicht hilft ein Anruf beim Norderstedt Marketing als erstem Schritt weiter.

Oliver Krebs