Vielfältiger „Roboter-talentCAMPus“ für Schüler

Die Schüler bei den Proben für das Theaterstück (Foto: D. Lange)

Erweitertes Ferienprogramm der Pestalozzi-Schule

Langenhagen (dl). Kultur macht stark. Unter diesem Namen entstand in Langenhagen ein Bündnis für Bildung, zusammen mit der VHS, der Stadtbibliothek und der Pestalozzi-Schule als Bündnispartner. Gefördert werden die Bündnisse für Bildung deutschlandweit vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. Darin wird von Technik bis Kunst die ganze Bandbreite kultureller Bildung angeboten. Sie richten sich damit in erster Linie an Schülerinnen und Schüler, die in einem einwöchigen Ferienprogramm ganztägig an verschiedenen Workshops teilnehmen. Wie schon im vergangenen Jahr befassten sich die Jugendlichen der fünften bis siebten Klassen der Pestalozzi-Schule auch diesmal wieder mit den Lego-Robotern, die sie selbst entwerfen und programmieren mussten, damit sie gegeneinander kämpfen konnten, was spektakulärer scheint, als sie einfach nur irgendwelche Arbeiten verrichten zu lassen. Die Programmierung der Roboter mittels einer speziellen Software erfordert von den Teilnehmern nicht nur die Bereitschaft zur Teamarbeit und eine sorgfältige Planung, sondern auch ein gewisses Gespür für Taktik, schließlich soll das Gerät den Kampf ja gewinnen. Eines der Ziele des Workshops war es, den Schülern auf eine spielerische Art und Weise ein gewisses Maß an technischem Verständnis sowie Grundkenntnisse in der Konstruktion und Programmierung von autonomen Robotern zu vermitteln. In einem anderen Workshop ging es im weiteren Sinne auch um das Kämpfen. Das von der Theaterpädagogin Tanja Lengies gemeinsam mit den Schülern erarbeitete Stück mit dem Titel „Draufhauen ist geil“ behandelte das Thema Mobbing unter Jugendlichen und wie man dem begegnen kann. Sie schafften es in vergleichsweise kurzer Zeit, sich in die Thematik hineinzufinden und die Texte zu lernen. Für die Aufführung des Stückes im daunstärs zum Abschluss der Woche als auch für die Vorführung der Lego-Roboter luden sie Eltern, Freunde und Verwandte ein. Abgerundet wurden die Workshops mit einem kleinen Streifzug durch die asiatischen Bewegungskünste Tai Chi und Qi Gong und einem Besuch der Stadtbibliothek. Alle Beteiligten sind sich darüber einig, dass das Projekt der VHS über die Jahre zu einem Erfolgsmodell geworden ist. Aus der Sicht der Schüler sowieso, aber auch die Pestalozzi-Schule ist glücklich darüber, dass die Schüler so viel daraus mitnehmen können. Die gute Nachricht ist, dass die Förderung für das Jahr 2015 gesichert ist, und Volker Seemann von der VHS ist zuversichtlich, im kommenden Jahr zwei weitere Projekte anbieten zu können. Die Schlechte: Für die Zeit danach können, was die Förderung angeht, noch keine Voraussagen gemacht werden. Da ist noch alles offen. Dabei ist die Nachfrage groß. Der Volkshochschulverband spricht von bis zu 400 Anträgen bisher.