Vier müssen schließen, drei bleiben offen

Praktilkant Stephan Wieschalla zieht die Lose, flankiert von Bürgermeister Mirko Heuer (links) und Abteilungsleiter Boris Ehrhardt. (Foto: O. Krebs)

Verwaltung ermittelt per Los die Betroffenen – Klagen drohen

Langenhagen (ok). Drei aus sieben: Ein Trio der Spielhallen in der Flughafenstadt hat im wahrsten Sinne des Wortes das große Los gezogen, darf weiter seine Türen öffnen. Besser gesagt: Praktikant Stephan Wieschalla hat es gezogen, denn er war am Dienstag die Glücksfee im Rathaus. Nötig gemacht hatte die Auslosung der Niedersächsische Glücksspielvertrag, der zwei Hallen in einem Komplex untersagt und einen Mindestabstand von 100 Metern zwischen den Spielhallen vorsieht. So soll der Spielsucht zumindest vorgebeugt werden. Vier Spielhallen an den drei Standorten Flughafen, Walsroder Straße und Hans-Böckler-Straße müssen im Umkehrschluss ihre Pforten schließen: das Spiel-In, das Spieldax, die Spielhalle und der O-Play. Sie bekommen noch Post von der Verwaltung; immerhin beläuft sich die Vergnügungssteuer auf einen sechsstelligen Betrag. „Wir setzen die Vorgabe des Ministeriums um“, sagt Hans-Dieter Lamber vom Fachdienst Ordnungswesen. Die Betreiber der Spielhallen waren zu dem Termin eingeladen worden, hatten aber größtenteils abgesagt. Bis zum 30. Juni haben die Unterlegenen jetzt Gelegenheit der Aufforderung nachzukommen, die Stadt rechnet aber mit Widersprüchen. Sowohl vom Automatenverband Niedersachsen als auch von einzelnen Betreibern. Langenhagens Bürgermeister Mirko Heuer rechnet nicht mit großen wirtschaftlichen Verlusten, die Vergnügungssteuer belaufe sich in der Flughafenstadt immerhin auf einen sechsstelligen Betrag im Jahr.