Vierer-Team legt Meineke-Trauergarten an

Wollen den Friedhof an der Karl-Kellner-Straße optisch aufpeppen (von links): Uwe Spiekermann, Pastorin Bettina Praßler-Kröncke, Wilhelm Ehlers von der Gärtnerei Ehlers, Inge Aping vom Friedhofsbüro der Elisabeth-Kirchengemeinde und Frank Priegnitz von der Gärtnerei Dirks. (Foto: O. Krebs)

Elisabeth-Kirchengemeinde will ihr Angebotsspektrum erweitern

Langenhagen (ok). Altes mit Neuem kombiniert: Um dem Wandel in der Bestattungskultur, der offensichtlich von vielen Bürgern gewünscht ist, Rechnung zu tragen, bietet die Elisabeth-Kirchengemeinde seit vielen Jahren unterschiedliche Grabanlagen ohne persönlichen Pflegeaufwand an. Und über die bestehenden Angebote hinaus entsteht jetzt im Zentrum des Kirchenfriedhofs an der Karl-Kellner-Straße eine Gemeinschaftsanlage für Sarg- und Urnenbeisetzungen, die unter Verwendung alter Grabsteine von einem Langenhagener Gewerketeam konzipiert. Mit im Boot: die Gärtner Frank Priegnitz und Wilhelm Ehlers, Bildhauer Uwe Spiekermann und Steinmetz Axel Peinemann. Die neue Grabanlage, die moderne Beisetzungsformen und historische Elemente in einer aufgelockerten Anordnung vereint, trägt den Namen Meineke-Trauergarten. Der Grund: Sechs mehr als 100 Jahre alte Grabsteine der Familie Meineke wurden Inge Aping vom Friedhofsbüro der Elisabeth-Kirchengemeinde mit dem Wunsch übergeben, mit ihnen eine neue Grabanlage zu gestalten und auch für mehr Aufenthaltsqualität zu sorgen. Ein Wunsch, dem die Elisabeth-Kirchengemeinde gern nachkommt, soll das Spektrum doch breiter werden, von sozial verträglich bis hin zum gehobenen Standard reichen. Beisetzung, Grabmal, Bepflanzung und Dauergrabpflege – das Paket ist all inklusive. Grenzen fallen, denn der Kirchenfriedhof ist grundsätzlich auch für Konfessionslose offen. Für die Gestaltung der modernen Grabmale sollen regionale Materialien wie Granite und Sandsteine genommen werden. Urnenreihengräber, Wallgräben, Grabplatten. Einzel- und Doppelgräber – alles ist möglich. Die Brache soll gestaltet und belebt werden; Reservierung gibt es bereits. Und Uwe Spiekermann ist sich sicher, dass eine gewisse Kultur erhalten bleibt: "Das klassische Grab hat durchaus noch Bestand." Angelegt werden soll das Ganze wie ein kleiner Park mit Bäumen und Hecken aus heimischen Gehölzen wie etwa der Hainbuche. Denn: Die ökologische Komponente soll eben betont werden.