Vierter Kandidat für die Bürgermeisterwahl

Grüne Politik im Wahlkampf: Rolf Linnhoff (von links), Ulrike Jagau, Dirk Musfeldt und Andrea Bunn. (Foto: G. Gosewisch)

Grünen-Ratsherr Dirk Musfeldt stellt sich vor

Langenhagen (gg). Zur Wahl des Bürgermeisters am 25. Mai antreten wird der grüne Ratsherr Dirk Musfeldt. Die Wählerinnen und Wähler haben damit insgesamt vier Kandidaten zur Auswahl, denn neben Amtsinhaber Friedhelm Fischer (SPD) treten Mirko Heuer (CDU) und Stefan Dammann (FDP) an. „Dirk Musfeldt wurde vom Grünen-Vorstand in Langenhagen vorgeschlagen, im März folgt die Bestätigung in der Mitgliederversammlung“, erklärt Vorstandsmitglied Rolf Linnhoff.
Musfeldt hat sich im Jahr 2006 schon einmal für das Bürgermeisteramt der Wahl gestellt, gegen Susanne Schott-Lemmer (CDU) und Friedhelm Fischer (SPD). Er erzielte dabei 9,6 Prozent der Stimmen.
Als Grundlage seiner Entscheidung für die Kandidatur sieht Musfeldt seine kommunalpolitische Kompetenz und Erfahrung. Vor fünf Jahren wechselte der 46-jährige Diplom-Informatiker, der in Kaltenweide lebt, beruflich, nahm eine Beschäftigung in der grünen Regionsfraktion auf, ist Referent der Dezernentin für Finanzen. Als Konsequenz aus dem Wechsel hat er nebenberuflich ein Masterstudium Wirtschaft und Recht an einer privaten Hochschule in Bad Soden Allendorf angefangen. Musfeldt erklärt.“ Nur die wenigsten Bürgermeistersterkandidaten waren zuvor bereits einmal Bürgermeister. Ich bin seit 25 Jahren ehrenamtlicher Kommunalpolitiker und seit 20 Jahren Ratsmitglied. Ich denke, ich kenne die Strukturen der Verwaltung sehr gut.“ Er sieht sich zwar eher auf einer Außenseiterposition im aktuellen Wahlkampf, trete aber nicht an, um zu verlieren, sondern um zu überzeugen. Transparent nach innen und außen und vor allem serviceorientiert wolle er die Verwaltung strukturieren. „Da ist im Vergleich zu bisher Luft nach oben“, sagt Musfeldt, betont dabei aber ausdrücklich, keine öffentliche Kritik am amtierenden Bürgermeister Friedhelm Fischer üben zu wollen. Musfeldt will Akzente anders setzen, die Kommunikation zwischen Verwaltungsmitarbeitern, Politikern und Bürgern strukturieren und damit deutlich verbessern. Dringenden Handlungsbedarf gibt es aus seiner Sicht bei der Organisation der Haushaltsplanberatung: „Das Zahlenwerk ist für die Ratsmitglieder so nicht zu verstehen.“ Politische Schwerpunkte setzt er auf die Themen Bildung, Umwelt und Energie. Ganz sicher kein „grüner Wirtschaftsschreck“ werde er sein, sondern im Gegenteil kleine und mittelständische Unternehmen fördern. Unabhängig von Rekordhöhen der Gewerbesteuer will er Langenhagen aufstellen. „Wir müssen mit einem niedrigeren Einnahmen-Niveau auskommen, Leistungen zurücknehmen und Abstriche bei den Standards machen“, sagt er. Dass damit keine Millionen einzusparen sind, bestätigt er, der richtige Weg sei es trotzdem, wenngleich die Durchsetzung eine Frage der Mehrheitsbildung im Rat sein wird.