Volksfest statt Fidel

AG "Tag der deutschen Einheit" plant Nationalfeiertag

Langenhagen (ok). Lang, lang ist's her, aber es gibt einen Ratsbeschluss vom 12. Oktober 1998, der die Verwaltung beauftragt, alle fünf Jahre am Vorabend des Tages der deutschen Einheit, eine öffentliche Feierstunde zu veranstalten. Allerdings wollte die Verwaltung diese Veranstaltung nach Informationen des ECHO jetzt kippen, hat im 19. Juli eine Drucksache in den Verwaltungsausschuss gebracht, den Beschluss aus dem Jahre 1998 aufzuheben. Worüber sich vor allen Dingen die Oppositionsparteien CDU und FDP aufregen: Zur gleichen Zeit sollte eine Ausstellung über das kommunistische Kuba und dessen langjährigen Staatschef Fidel Castro im Foyer des Rathauses laufen. Die fällt allerdings mittlerweile flach, und auch der Beschlussvorschlag der Verwaltung ist am 16. August im Verwaltungsausschuss zurückgezogen worden. "Auf Intervention von CDU und FDP", wie der liberale Fraktionsvorsitzende Bernd Speich betont. Stattdessen ist eine Arbeitsgemeinschaft "Tag der deutschen Einheit" ins Leben gerufen worden, die sich Gedanken über eine angemessene Würdigung des historischen Datums machen soll. Der FDP beispielsweise schwebt vor, den Tag mit einem kleinen Volksfest im Rathausinnenhof und parallel mit einer Ausstellung des Verbandes der politisch Verfolgten des Kommunismus im Schulzentrum zu begehen.