Volle Taschen als Geschenk

Ina Köhler, Heidi Jakob, Monika Gotzes-Karrasch und Heike Weiler bei der Verteilung der Geschenke. (Foto: G. Gosewisch)

Lafam aktiv für wohnungslose Menschen

Langenhagen (gg). 50 große Taschen, prall gefüllt mit haltbaren Lebensmitteln und Pflegeprodukten, brachten nun Ina Köhler und Heidi Jakob zu den städtischen Unterkünften für wohnungslose Menschen am Harkenkamp und am Weidenbruch. Jeder Bewohner bekommt damit ein Geschenk vor Weihnachten, eine Wohltätigkeitsaktion der privaten Initiative Lafam. Zehn Frauen sind darin aktiv, organisieren im Jahresverlauf einen Basar und spenden die Erlöse - neben der Unterstützung einzelner Personen bereits zum sechsten Mal für die sonst Obdachlosen. Unterstützung gab es wie in den Vorjahren vom Drogerie-Discounter dm mit der Lieferung der festen wiederverwendbaren Taschen und einer kleinen Zugabe in Form von Erste-Hilfe-Wegweisern. Heike Weiler ist Sozialarbeiterin und in Vollzeit als Betreuerin in den Unterkünften tätig. Sie dankte bei der Übergabe stellvertretend und sagte: „Ich weiß, dass diese Zuwendung gewürdigt wird.“ Dank an Lafam sprach Stadträtin Monika Gotzes-Karrasch aus: „Es ist etwas Besonderes, wenn aus freiwilligem Engagement heraus ein solches Geschenk gemacht wird.“
„Die städtischen Unterkünfte gelten in der Region als positives Musterbeispiel“, bestätigt Heike Weiler aus ihrer Arbeit in Regionsgremien. Sie ergänzt: „Solche Lösungen wie hier sind in anderen Kommunen durchaus nicht üblich. Die Kälte ist in diesem Herbst spät gekommen, aber nun ist sie da und umso mehr freuen sich die Bewohner, dass sie hier die Heizung aufdrehen können.“ In der dunklen Jahreszeit findet der Alltag in den Räumen statt, im Sommer ist das anders. Dann gibt es mehr Begegnungen und auch Gespräche im Freien.
Grundsätzlich ist der Sozialberatungsdienst bemüht, den Anspruch auf diese Unterkunft abzuwenden, bevor er eintritt. Aber beim bestehenden Mangel von geeigneten kleinen und günstigen Wohnungen ist die Vermittlung nicht einfach. Monika Gotzes-Karrasch betont daher den Wert der städtischen Einrichtung: „Hier können wir eine menschenwürdige Unterbringung anbieten. Das ist gut, insbesondere wenn man bedenkt, dass es auch unverschuldete Not gibt.“