Volles Falkennest im Wasserturm

Erfolgreiche Arbeit der Naturkundlichen Vereinigung

Langenhagen. Fünf junge Turmfalken wachsen wieder im Obergeschoss des Wasserturms im Eichenpark auf. Artur Segadlo, Mitglied der Naturkundlichen Vereinigung Langenhagen (NVL), schickte das Bild, auf dem vier der Geschwister interessiert die Umgebung des Wasserturms beäugen. Das Gefieder wirkt schon recht fertig, aber bevor sie zum ersten Ausflug starten, müssen die Jungen zum Fliegen noch ihre Muskelkraft trainieren. Etwa eine Woche lang kommen sie danach noch zur Übernachtung zum Nest zurück, bevor sie bevorzugt irgendwo in den Bäumen schlafen. Der Wasserturm als Felsenersatz ist ihnen in der ersten Zeit als Schutzraum sicherer. Ohnehin hat die Fensternische Vorteile im Vergleich zum alternativ nutzbaren verlassenen Krähen- oder Elsternest. Das Turmfenster bietet nicht nur einen besseren Wetterschutz, sondern der waagerechte Bewegungsraum dahinter ist ein besser geeigneter Trainingsraum zum Laufen, Springen, Greifen und Flügelschlagen. So erklärt sich eine deutlich höhere Entwicklungs- und Überlebenschance bei Turmbruten für die Jungfalken.
Artur Segadlo beobachtete während der frühen Morgenstunde nur einmal, dass der Vater, der Terzel, eine Maus brachte, das Falkenweibchen bleibt meist in Beobachtungsnähe in der Birke sitzen. „Eine Maus für fünf Junge um diese Tageszeit ist eigentlich zu wenig“, sagt Werner Kirschning von der NVL, der vor vielen Jahren die Nistmöglichkeit eingerichtet hatte und sich immer wieder freut, dass sie jedes Jahr wieder angenommen wird, „aber vielleicht war das ja schon die dritte, denn Falken sind Frühaufsteher. Der Turm ist ein bewährter und erfolgreicher Platz, über 250 Turmfalken sind im Laufe der Jahre hier erbrütet worden und ausgeflogen.“