Volles Haus am See

Dank vom Vorsitzenden Torsten Semmler (rechts) an Andreas Veer für seine Mitarbeit und Hilfe bei der Umsatzsteuerthematik. (Foto: D. Lange)

Jahreshauptversammlung der DLRG am Silbersee

Langenhagen (dl). Mit 52 stimmberechtigten Mitgliedern, einigen Gästen aus der Politik und drei Kindern war der Saal in der Wasserrettungsstation der DLRG am Silbersee bis auf den letzten Platz gefüllt. Im Vorfeld der diesjährigen Hauptversammlung der Langenhagener Wasserretter hatte eine junge Frau unter ihnen sicherlich die meiste Arbeit hinter sich. Die Rede ist von Annika Rittner, seit rund einem Jahr Schatzmeisterin des Ortsverbands, die mit der Aufarbeitung der seit kurzem bestehenden Umsatzsteuerpflicht, und das gleich rückwirkend für die Jahre 2013 bis 2016, mehr als ausgelastet gewesen sein dürfte. Fachliche Unterstützung erfuhr Annika Rittner durch Andreas Veer, DLRG-Mitglied und Steuerberater von Beruf. Beider Arbeit und Engagement war letztendlich doppelt erfolgreich. Zum einen ergab sich für den Verein am Ende eine Vorsteuererstattung und zum anderen sind die Bescheide endgültig, sprich: eine Steuerprüfung ist nicht zu erwarten. Weiterhin großes Kopfzerbrechen bereitet hingegen die Kostenstruktur im neuen Schwimmbad. Trotz der Sportförderung von einem Euro pro Schwimmer ergibt sich für die Ortsgruppe der DLRG eine Mehrbelastung von 4.000 Euro pro Jahr. Kosten, die über kurz oder lang an die Aktiven weitergegeben werden müssen. Der Vorschlag, für die schwimmsporttreibenden Vereine ein Bahnentgelt einzurichten, wurde leider abgelehnt. Ebenso wie der Antrag an den Rat der Stadt, der DLRG die Kosten für das notwendige Training der Rettungsschwimmer zu erstatten. Was für die Vereine schon schwierig ist, weil es für sie aufgrund der Kostensteigerung ohne Beitragserhöhungen sicher nicht abgehen wird, stößt bei den Rettungsschwimmern erst recht auf Unverständnis. Sind sie es doch, die im Auftrag der Stadt für die Sicherheit am Silbersee zuständig sind. Der Vorsitzende der DLRG Torsten Semmler ist sich durchaus der Unterstützung seitens der Stadt bewusst, die in der Vergangenheit vieles möglich gemacht habe, sieht aber auch die Belastungen und Herausforderungen für die Rettungsschwimmer. Dazu ein paar Zahlen. Im vergangenen Jahr haben 100 aktive Mitglieder insgesamt 4.391 Wachstunden am See geleistet. Für Ausbildungsdienste einschließlich Tauchen sowie Übungen für Einsatzdienste verzeichnet die Statistik 956 Stunden. Daneben gilt es wie im vergangenen Jahr den neuen Anbau fertigzustellen. Ein neuer Schwimmsteg für das Motorrettungsboot wurde gebaut und, weil man gerade dabei war, auch die Badeinsel erneuert.