Volles Haus bei Ernst Müllers Jubiläum

Ganz nah an seinem Publikum dran: Musikdirektor Ernst Müller. (Foto: K. Raap)
 
Gratulationen für Ernst Müller kamen auch vom neuen Oberschützenmeister Michael Freiberg; im Hintergrund dessen Ehefrau Claudia. (Foto: K. Raap)

Auch Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil gratulierte

Godshorn (kr). Das war eine denkwürdige Veranstaltung der besonderen Klasse: In der Godshorner Kirche verfolgten 400 begeisterte Zuhörer das große Konzert anlässlich des 60-jährigen Dirigenten-Jubiläums von Ernst Müller. In Godshorn hatte der Musikdirektor vor sechs Jahrzehnten als 16-jähriger Leiter der Feuerwehrkapelle seine beispiellose Karriere gestartet. Auf 55 Konzertreisen durch Länder aller Erdteile hatte sich Ernst Müller, meistens unterwegs mit dem Blasorchester der Stadt Langenhagen, schnell den Ruf als Botschafter deutscher Blasmusik gemacht. Wichtige Ehrungen und Auszeichnungen waren die Folge. Eine ausführliche Würdigung der Leistungen Ernst Müllers veröffentlichte das Langenhagener Echo in einer dreiseitigen Zusammenstellung am 17. Februar. Bei seiner Begrüßung der Gäste des Konzertes beschränkte sich Bürgermeister Willi Minne, er fungierte auch als Schirmherr, auf einige Highlights. Unter den Ehrengästen Herbert Schmalstieg, ehemaliger Oberbürgermeister von Hannover, Ehefrau Heidi Merk, frühere Ministerin im Landtag, Ehrenbürgerin Waltraud Krückeberg, der Bundestagsabgeordneter Hendrik Hoppenstedt, die Landtagsabgeordneten Marco Brunotte und Rainer Fredermann, Kammersänger Hans Dieter Bader sowie der ehemalige hannoversche Sparkassen-Boss Kurt Fischer. Beim anschließenden Empfang im Gemeindehaus sprach Langenhagens Bürgermeister Mirko Heuer dem Dirigenten seine besondere Hochachtung für dessen wichtige Image-Arbeit für die Flughafenstadt aus. Außerdem ließ er seine alte Müller-Platte „Ein musikalisches Porträt“ vom Maestro signieren. Oberschützenmeister Michael Freiberg überreichte ein edles Glasgeschenk mit eingravierten Glückwünschen. Robert Hesse, Chef des gleichnamigen Möbelhauses, überraschte mit einem neuen Taktstock, nachdem Ernst Müller eines seiner wichtigsten Handwerksinstrumente verloren hatte. Auch über drei Gratulationsschreiben freute sich Ernst Müller ganz besonders. Handschriftlich beglückwünschte der Niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil den Langenhagener Musikdirektor: „Sie haben in vielen Jahrzehnten unzähligen Menschen mit ihrer Musik Freude bereitet, das ist eine beeindruckende Lebensleistung, für die ich ihnen herzlichst danke.“ Und auch Ernst August Erbprinz von Hannover machte es handschriftlich: „Zu ihren Bewunderern zählt auch das Welfenhaus. Wir empfinden es als eine Ehre, dass wir sie und ihre Musiker als unser Hausorchester bezeichnen dürfen.“ Dritter im Bunde war Hannovers Oberbürgermeister Stefan Schostok mit sehr herzlichen Worten.
Natürlich stand die Musik im Vordergrund der Jubiläumsfeier. Wie von Ernst Müller gewohnt, hatte er wieder ein breitgefächertes Repertoire zusammengestellt. Es erklangen Kompositionen von Giuseppe Verdi, Franz Lehar, Richard Wagner, Johann Strauß und Harold Walters. Der bunte Melodienreigen führte durch die Welt der Oper, der Operette und des Musicals. Als gestenreicher und temperamentvoller Gastdirigent stellte sich Dietmar Althof, Chef der hannoverschen Schlossküche, bei zwei Titeln vor. Ernst Müller führte seine bestens vorbereiteten Langenhagener Symphoniker mit Schwung und bester Laune durch das Programm. Die ohnehin schon großen Beifallsstürme steigerten sich noch einmal bei der fetzig interpretierten Glenn-Miller-Parade. Das Publikum, das zum Schluss noch längst nicht Lust hatte, nach Hause zu gehen, erzwang noch drei Zugaben: „Dankeschön“ von Bert Kaempfert, das „Niedersachsenlied“ und das Abschiedslied „Zum Städtele hinaus“. Durch die Veranstaltung führte Detlef Leonenko mit interessanten Informationen.