Vom Ausbildungsstand überzeugt

Nach der Ehrung: Die ausgezeichneten Feuerwehrleute und Fördermitglieder in der Ortsfeuerwehr Krähenwinkel (von links): Tim Faßnacht, Linda Kehr, Ortsbrandmeister Kai Jüttner, Heinz-Dieter Bock, Sören Bruns, Christoph Rönisch, Kai Teßmer, Jörg Weyland, Marc Köhler und Edgar Schmidt-Nordmeier (stellvertretender Ortsbrandmeister). (Foto: D. Lange)

Versammlung der Ortsfeuerwehr Krähenwinkel

Krähenwinkel (dl). Für die Ortsfeuerwehr gilt, was weitgehend für alle anderen Langenhagener Ortsfeuerwehren zutrifft, wie für alle Freiwilligen Feuerwehren. Die Einsätze bilden immer nur einen Teil der Feuerwehrarbeit. Dazu kommt eine nicht unerhebliche Zahl an Arbeitsstunden, die für die Weiterbildung der Aktiven aufgewendet wird. Da ist die Erleichterung verständlicherweise groß, wenn die Ehrenamtlichen wenigstens unverletzt und gesund von ihren Einsätzen zurückkehren. Dieser Umstand lässt den Krähenwinkeler Ortsbrandmeister Kai Jüttner und seine 44 aktiven Kollegen recht entspannt auf das Jahr 2016 zurückblicken. Auch weil sie sowohl von der Qualität der Ausrüstung, aber auch vom Ausbildungsstand der Aktiven überzeugt sind. 74-mal wurde die Ortsfeuerwehr in 2016 alarmiert. Aufgeteilt in acht Einsatzübungen, 18 Brandeinsätze, darunter der Lagerhallenbrand am 24. Januar, bei dem alle Ortsfeuerwehren der Stadt Langenhagen zum Einsatz kamen, sowie 48 Hilfeleistungen. Ein nicht alltäglicher Einsatz fand im Juni statt, als die Polizei das Boot der Ortsfeuerwehr anforderte. Nach dem Fund von Leichenteilen am Wietzesee sollte ein speziell ausgebildeter Suchhund für Gewässer über den See gefahren werden, um nach weiteren derartigen Funden zu suchen. Ein unschöner Vorfall erregte im November die Gemüter. Ein Schwan hatte sich am Silbersee in Angelschnüren verfangen und verendete daraufhin. In diesem Zusammenhang wurde der Feuerwehr vereinzelt unterlassene Hilfeleistung vorgeworfen. Ortsbrandmeister Kai Jüttner stellt klar: „Tierrettungseinsätze sind Hilfeleistungen und damit Aufgabe der Feuerwehr“. Um dem selbstverständlichen Anspruch der Bevölkerung an eine technisch versierte und immer einsatzbereite Feuerwehr auch auf Dauer gerecht werden zu können, benötigt sie ständig weitere Mitglieder in ihrer Einsatzabteilung. Aber selbst wenn es in dieser Hinsicht naturgemäß etwas länger dauert, so nimmt die Nachwuchsarbeit in den Feuerwehren einen sehr wichtigen Raum ein. Den Feuerwehren ist aber auch bewußt, dass sie dabei in einem gewissen Konkurrenzverhältnis stehen mit anderen Freizeitbeschäftigungen für Kinder und Jugendliche, deren Erwartungen und Ansprüche sich im Laufe der Zeit sehr gewandelt haben. Zur Zeit haben die Kinder- und Jugendfeuerwehren neun und zwölf Mitglieder. Der Schwerpunkt bei der Nachwuchsförderung liegt nicht zuletzt deshalb auf einer altersgemäßen, möglichst interessanten und abwechslungsreichen feuerwehrtechnischen Ausbildung. Dazu zählen unter anderem Einsatzübungen, Fahrzeug- und Gerätekunde, Fortbildungen in Erster Hilfe und auch schon mal echtes Feuer. An 58 Diensttagen kamen die Jugendlichen damit auf insgesamt 1.488 Dienststunden.
Vier Feuerwehrmänner haben sich die entsprechenden Qualifikationen erworben und sind befördert worden. Tim Faßnacht zum Hauptfeuerwehrmann, Kai Teßmer zum Oberfeuerwehrmann, Sören Bruns zum Löschmeister und Hans-Dieter Bock zum ersten Hauptfeuerwehrmann.