Vom Spagat in die Flunder

Der Seitspagat gehört zur turnerischen Grundausbildung.Foto: O. Krebs

Sechs- bis siebenjährige Turner lernen Körperbeherrschung und Disziplin

Langenhagen (ok). Das ist einfach so bei uns: Wenn's um den Sport geht, zieht das Kicken mit dem runden Leder sechs- bis siebenjährige Jungs oft magisch an; Fußball ist nun einmal Sportart Nummer 1 hierzulande. „Dabei bildet Turnen oft eine vernünftige Grundlage für andere Sportarten, vermittelt eine tolle Körperbeherrschung und Spannung“, sagt Gerd Tripke, Landestrainer beim Niedersächsischen Turnerbund (NTB). Zusammen mit seinen Übungsleitern Dieter Schnuer, Katja Veltri und Björn Baukus hat Tripke für rund zwei Jahre einen Stützpunkt für junge Turner in Langenhagen ins Leben gerufen. Immer dienstags von 16 bis 19 Uhr wird hart am Boden und an den Geräten wie Seitpferd, Ringe und Reck trainiert, auch auf „zielführenden Wettkampfsport“ hingearbeitet. „Wer leistungsorientiert turnt, ist dreimal in der Woche richtig gefordert“, so Dieter Schnuer vom SCL. Wer mitmachen möchte, muss keine besonderen Voraussetzungen erfüllen. Wichtig seien Neugier und Interesse, die körperlichen Voraussetzungen für die Übungen an den Geräten kämen dann später von ganz allein. „Es ist nicht ganz einfach, Talente zu entdecken“, weiß Gerd Tripke. Für viele Eltern stelle der Gang in die Turnhalle oft noch eine unüberwindbare Schwelle dar. Wer sich schließlich doch traut, dem verspricht Tripke ein intensives Grundlagentraining mit Handstand und Gymnastik. „Bei jeder anderen Sportart sieht man den Jungs an, wenn sie geturnt haben. Außerdem lernen sie bei uns Disziplin, das kann ja auch nicht schaden“, so Tripke schmunzelnd. Handflächen nach außen, Sitzspagat, Flunder und auch mal der Sprung – den jungen Turnern wird eine ganze Menge abverlangt. Aber allen macht es richtig Spaß. Der siebenjährige Ben aus Langenhagen: „Beim Toben tut das Hinfallen gar nicht weh.“ Der gleichaltrige Noah aus Vinnhorst sagt: „Die Akrobatik an den Geräten wie Barren oder Reck ist super.“ Und auch der sechsjährige Max aus Langenhagen freut sich, beim Turnen neue Freunde zu treffen. „Mir ist es wichtig, dass hier langfristig und nachhaltig gut geturnt wird“, macht Trainer Gerd Tripke, der mit einigen seiner Jungs an diesem Wochenende zu den Landesmannschaftsmeisterschaften nach Jork im Alten Land fährt, seine Intention deutlich. Wer Lust auf Turnen hat und sich von der Begeisterung der Übungsleiter anstecken lassen möchte, kann gern mal dienstags ab 16 Uhr beim Training in der Sporthalle der Adolf-Reichwein-Schule vorbeischauen.