Von Bombenwetter bis Überflutung

Jede Sandburg wurde auf Murmellauf geprüft.

SCL-Jugend: kuriose Nachrichten vom Lensterstrand

Langenhagen. Rund 100 Kinder und Jugendliche im Alter von acht bis 14 Jahren aus Langenhagen machen Urlaub im legendären Jugendcamp am Lenstertrand - das Zeltlager hat SCL-Tradition seit mehreren Jahrzehnten. Viele Langenhagener können sich noch gut an ihre eigene Teilnahme vor mehr oder weniger Jahren erinnern, schwelgen in Erinnerungen. Grund genug für das ECHO, wie in jedem Jahr, einige aktuelle Reiseberichte zusammenzufassen.
Olli Wild ist Campleiter mit 21 Betreuern in seinem Team. Bekannt ist das SCL-Camp auch dafür, dass eine gewisse Disziplin gepflegt wird und so gehört beim morgentlichen Wecken eine Begrüßung mit den Worten „ Einen wunderschönen guten Morgen lieber Olli“, gemeinsam gesprochen, dazu. Los ging das Programm mit der Stadtrallye durch Grömitz. Es galt hierbei nicht nur den richtigen Weg zu finden, sondern es mussten unterwegs auch Aufgaben und Spiele erledigt werden. So waren die Langenhagener Kids mehr als nur einmal im Mittelpunkt - sowohl beim Sprechen von Zungenbrechern mit einem Löffel Kakaopulver im Mund mitten auf der Promenade wie auch beim Vorsingen von Kinderliedern mit Hilfe von Passanten bildeten sich Menschentrauben um die fröhlichen Truppen. Diese zogen nach der Lauferei umso lieber nachmittags zum Strand, in der Sommerhitze waren alle sofort im Wasser.
Bastelangebote waren schon am nächsten Tag sehr beliebt – mit pragmatischem Grund. So wurden Stofftaschen bemalt. Sie wurden sofort nützlich verwendet: Für den Weg zum Waschraum wurden darin nun die frischen Socken oder das Duschgel, das sonst immer runterfällt, darin verstaut.
Sauberkeit und Ordnung gilt im Camp und ohne Murren wurde auch die vom Campleiter angemahnte Müllsammel-Aktion schnell erledigt.
Von den gelegentlichen heftigen Schauern mit kurzen Überflutungen des Platzes in den Folgetagen waren ausschließlich die Betreuer genervt. Nicht wegen des Regens an sich, sondern weil die Kids jedes Mal angehalten werden mussten, sich doch eine Regenjacke anzuziehen.
Beim Strandburgenwettbewerb sollte eine Murmelbahn gebaut werden, die längste gewinnt.
Alle gaben sich sichtlich Mühe. Dabei kamen nicht nur aus technischer Sicht tolle Burgen heraus, sondern teilweise waren sie auch toll verziert. Bei der Abnahme durch die Jury war den Kids die Spannung förmlich anzusehen, und es brach stets großer Jubel aus, wenn die Murmel einen Hauch länger unterwegs war als beim Vorgänger.
Im Laufe der Nacht wurde noch geweckt und einige Jugendliche gingen auf eine gruselige Nachtwanderung. Böse Zungen behaupten, dass das Gekreische der Kinder bis nach Grömitz zu hören gewesen sei. Die Betreuer wünschten sich in jedem Fall viel mehr Arme zu haben, an denen dann noch mehr Kinder hängen könnten. Aber kaum wieder auf den Platz zurückgekehrt war es alles nur noch halb so schlimm.