Von der Dorfkneipe zur Veranstaltungsgastronomie

Freuen sich über die Aufwertung Engelbostels (von links): Annegret, Ramona und Kurt Mörke mit Ortsbürgermeisterin Gudrun Mennecke. (Foto: O. Krebs)

"Luhmanns Gasthaus zur Post" über Jahrzehnte vielfältig genutzt

Engelbostel (ok). Die 86. Tafel der Initiative GLIEM (Ganz Langenhagen ist ein Museum) im Stadtgebiet - zugleich die sechste in Engelbostel - steht an historischer Stätte an der Hannoverschen Straße. "Luhmanns Gasthaus zur Post", heute betrieben von Ramona Mörke mit Unterstützung ihrer Eltern Annegret und Kurt, wurde bereits 1905 erbaut und war damals nur eins von zwei Gasthäusern.Es war aber nicht nur Treffpunkt für die Dorfgemeinschaft, den großen Saal mit Kegelbahn nutzen auch die Handballer und Turner. Und Ortsbürgermeisterin Gudrun Mennecke, die im Dorf aufgewachsen ist, erinnert sich auch gut an die Viehwaage. "Hier ist uns mal ein Schwein ausgebüxt", erzählt sie lachend. Und wie der Name schon sagt: Zeitweise war hier auch die Post untergebracht. Nach dem Zweiten Weltkrieg fanden die katholischen Gläubigen hier eine neue Heimat. Die Nachfahren der Gründerin Dorothea Tegtmeyer haben über fünf Generationen aus der Dorfkneipe mit angegliedertem Postamt von 1925 bis 1955 eine weit über die Grenzen Engelbostels hinaus bekannte Veranstaltungsgastronomie entstehen lassen. Kurt Mörke freute sich über die Tafel, die er auch als Anerkennung für das Wirken seiner Familie versteht. Bis Jahresende sollen 90 GLIEM-Schilder über das gesamte Stadtgebiet verstreut zu finden sein und auch in Engelbostel soll bis dann noch eine
stehen. Und zwar vor dem Alten Küsterhaus gegenüber der Kirche.