Von Jabberwocky bis Hummerquadrille

Ein verrückter Theaterabend zugunsten des Volksbegehrens

Langenhagen (he). Vom Jabberwocky bis zur Hummerquadrille – einen ganz besonderen, fantasievoll-bunten und etwas verrückten Theaterabend erlebten rund 120 Gäste am Freitag in der Aula der IGS. Ungeachtet der Jahreszeit hatte die Sommertheater-AG der Schule unter der Leitung von Hendrik Becker vom Theater Löwenherz eingeladen – auf dem Programm stand „Alice! Eine verrückte Reise ins Wunderland“.
„Wir wollen mit diesem Benefizabend für das Volksbegehren für gute Schulen zeigen, dass unsere Arbeit bunt ist, kreativ und fantasievoll, und dass sie sich lohnt“, begrüßte Susanne Wöbbekind vom Vorstand des Schulelternrates der IGS die Gäste, die in der ausverkauften Aula an liebevoll gedeckten Tischen Platz genommen hatten. Dabei waren unter anderem Bürgermeister Friedhelm Fischer, Ehrenbürgerin Waltraud Krückeberg und Langenhagens früherer Stadtdirektor Klaus Rosenzweig, der das Volksbegehren als Anwalt vor dem Niedersächsischen Staatsgerichtshof vertritt, außerdem Vertreter von SPD- und FDP-Fraktion.
„Verdaustig war’s und glasse Wieben rotterten gorkicht im Gemank; gar elump war der Pluckerwank, und die gabben Schweisel frieben“ – so zitierten der weiße und der schwarze Ritter im Duett eine deutsche Übersetzung des berühmten „Jabberwocky“, die Herzkönigin kreischte ihr berüchtigtes „Köpft ihn!“, und Hutmacher und Kaninchen trafen sich zur Teegesellschaft. Grinsekatze, Meerschweinchen, Faselhase und Dodo kamen zur Gerichtsverhandlung um die Törtchen der Herzkönigin zusammen, und Dideldum und Dideldei führten eine fröhliche Hummerquadrille an. Für eine Überraschung sorgte die fürstliche Bewirtung an den Tischen: Bedient von den Protagonisten des Stücks ließen sich die Zuschauer das Fingerfood schmecken. Und auch das Ziel, etwas Geld in die Kasse des Volksbegehrens zu spülen, wurde erreicht: Andreas Schoch aus Isernhagen, dessen Töchter Annika und Julia die IGS Langenhagen besuchen, machte genau 230 Euro locker, um damit ein Vier-Gänge-Menü für sechs Personen zu ersteigern. Auch alle anderen Einnahmen des Benefizabends kommen dem Volksbegehren zugute.
„Unsere Kinder brauchen neben dem Lernen auch Zeit für die Fantasie und für sich selbst, und wir wollen, dass ihnen das erhalten bleibt“, warb Hendrik Becker abschließend für das Volksbegehren, das sich unter anderem gegen das „Turbo-Abitur“ wendet und mittlerweile von mehr als 200.000 Menschen aus Niedersachsen unterschrieben wurde (www.volksbegehren-schulen.de). In Langenhagen haben mehr als 17 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme für diese landesweite Elterninitiative abgegeben – die Stadt liegt damit weit über dem Landesdurchschnitt.