„Von Liebeskummer bis Autoaggression“

Auf Diskretion können sich Schüler verlassen, die Hilfe beim Beratungsdienst suchen: (von links) Regina Meyer, Andreas Anders und eine Schülerin. (Foto: G. Gosewisch)

Andreas Anders übernimmt Beratungsdienst an der IGS

Langenhagen (gg). An der IGS hat der Sozialpädagoge Andreas Anders die Arbeit im Beratungsdienst aufgenommen. Er verstärkt das Team mit der Sozialpädagogin Regina Meyer, die seit mehr als zwanzig Jahren an der IGS tätig ist, und der Beratungslehrerin Helga Steinkamp sowie Björn Schrämmer, Fachbereichsleiter Gesellschaftslehre. Sie arbeiten in einem separaten Bereich innerhalb der IGS mit drei Beratungsräumen, einem Gruppen- und einem Toberaum für jüngere Schüler, die „mal dampf ablassen müssen“. „Schüler kommen mit allen denkbaren sozialen Problemen zu uns“, berichtet Regina Meyer aus Erfahrung. Die Bandbreite reicht von Liebeskummer über Ärger mit Lehrern oder Konflikten mit Mitschülern bis hin zur Autoaggression wie beispielsweise das so genannte Ritzen. „Wir nehmen hier alles gleichermaßen ernst. Es ist gut, dass nun eine männliche Ansprechperson da ist. Das ist für Schüler in der Vertrauensfunktion oft wichtig.“ Die Einbindung der Sozialarbeit im Bereich Bildung ist ein Aufgabengebiet, das Andreas Anders fachlich interessiert und dem er sich gerne widmet. Er bringt Erfahrung aus der offenen Jugendarbeit mit, war mehr als 20 Jahre in Hannover Linden tätig. Nach einer Zwischenstation in Celle freut er sich, nun in Langenhagen angekommen zu sein. Seine eigenen Kinder haben die IGS besucht und bereits abgeschlossen.
Wenn es nach dem Zeitplan von IGS-Schulleiter Wolfgang Kuschel gegangen wäre, würde er schon seit einigen Monaten tätig sein, denn der Vorgänger von Andreas Anders, Detlef Mauer, hat seine Arbeit bereits im vergangenen Mai beendet. „Gerne hätten wir einen direkten Anschluss in der Besetzung des Beratungsdienstes gehabt, aber es gab einen erheblichen bürokratischen Aufwand bei der Realisierung des neuen Arbeitsvertrages“, erklärt er.