Vor Dienstreise verhaftet

Bundespolizei vollstreckte Haftbefehle

Langenhagen. Den Beginn seiner Dienstreise hatte sich ein 29-Jähriger anders vorgestellt. Bei der grenzpolizeilichen Ausreisekontrolle eines Fluges nach Birmingham erfolgte am Mittwoch seine Festnahme durch die Bundespolizei am Flughafen.
Gegen den polizeilich bereits mehrfach in Erscheinung Getretenen lagen gleich zwei Haftbefehle vor. Nach erhaltenen Strafbefehlen wegen Körperverletzung in zwei Fällen sowie Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte in Tateinheit mit Körperverletzung sowie Bedrohung und Erschleichen von Leistungen in zwei Fällen hatte der Betroffene die vereinbarten Teilratenzahlungen der Geldstrafen von ursprünglich 1.350 Euro und 750 Euro (ersatzweise 140 Tage Haftstrafe) nicht eingehalten und sich im weiteren Verlauf der Strafvollstreckung entzogen.
Der verständigte Arbeitgeber des Inhaftierten veranlasste die Einzahlung des geforderten Geldbetrages in Höhe von 1.759,30 Euro inklusive Kosten und bewahrte seinen Mitarbeiter somit vor Antritt der noch ausstehenden Ersatzfreiheitsstrafe.
Sichtlich erleichtert verließ der Betroffene als freier Mann die Dienststelle der Bundespolizei, seinen Flug hatte er jedoch verpasst.