Vorrrücken in verqualmter Sauna

Gruppenführer Jan Heine (von links), Alexander Degenhardt, Dennis Dargel, Jakob Ziepke, Übungsbeobachter Michael Schuster bei den ersten Schritten der Übung am Hallenfreibad Godshorn. (Foto: S. Bommert)

Einsatzübung im Hallenfreibad Godshorn

Godshorn. Eine Einsatzübung absolvierte die Ortsfeuerwehr im Hallenbad am vergangenen Freitag. Im Übungsszenario wurde ein Feuer im bereits geschlossenen Saunabereich angenommen. Weiterhin gehörte zum Szenario eine Gruppe Saunierer, die in Folge der massiven Rauchentwicklung eingeschlossen war.
"Der Saunabereich eignet sich besonders gut zum Üben und Evaluieren der bestehenden Innenangriffstaktiken. Die Räume sind teilweise in sich verschachtelt, in der Grundfläche und Ausstattung unterschiedlich", erklärt Feuerwehrsprecher Stephan Bommert in seinem Bericht. Im dichten Rauch müssen die vorgehenden Trupps den Überblick behalten. Dazu gehört auch zu wissen, wie der Rückzug gewährleistet ist. Besonderheiten wie das Tauchbecken stellen zusätzliche Gefahrenstellen dar. Bei den Innenangriffsarbeiten müssen die Örtlichkeiten dem Einsatzleiter über Funk beschrieben werden – kurz und prägnant. Aus dem geschilderten Bild leiten sich für den Einsatzleiter weitere Maßnahmen ab, die durch nachfolgende Trupps umgesetzt werden.
Im Übungsverlauf wurden durch Einsatzleiter Detlef Hildebrandt drei Trupps im Innenangriff, mit unterschiedlichen Aufgaben eingesetzt. Der erste Angriffstrupp erkundete zunächst die vorgefundene Lage und konnte mit einem Druckstrahl-Rohr den Brand im Eingangsbereich zur Sauna unter Kontrolle bringen. Ein weiterer Trupp unterstützte sodann bei der Rettung der eingeschlossenen Saunagäste. Soweit eine Gehfähigkeit nachgewiesen werden konnte, wurden die Gäste in den gesicherten Außenbereich der Sauna geführt. Der Holzzaun wurde mit einer Kettensäge geöffnet und die Geretteten an weitere Einsatzkräfte übergeben. Bewusstlose Gäste wurden durch die beiden Trupps mit Rettungstüchern aus der verqualmten Sauna getragen. Ein dritter Atemschutztrupp erkundete parallel den weitläufigen Technikbereich des Schwimmbades.
Nach einer dreiviertel Stunde konnten die Übungsleiter Tim Bogorell und Thorsten Kafurke Übungsende geben. Die Übungsziele wurden durch insgesamt 25 Einsatzkräfte abgearbeitet.