Walsroder Straße wird zum Nadelöhr

Anwohner, Autofahrer und Geschäftsleute werden an der Walsroder Straße demnächst auf eine harte Geduldsprobe gestellt. (Foto: O. Krebs)

Stadt plant wechselseitige Sanierung zwischen Langenforther Platz und Berliner Platz

Langenhagen (ok). Der Ärger scheint wohl vorprogrammiert zu sein. Die Walsroder Straße wird im Süden Langenhagens zwischen Berliner und Langenforther Platz auf einer Länge von etwa einem Kilometer sechs Wochen lang saniert, die Straßenseiten werden nach Auskunft der Stadtverwaltung wechselseitig gesperrt. Nach 30 Jahren übrigens das erste Mal. Grund: Risse in der Fahrbahn auf der wichtigen Verkehrsader; die Asphaltdecke muss im so genannten DSK-Verfahren saniert werden. Im Klartext: Nacheinander werden dünne Asphaltschichten aufgetragen. Geschäftsleute, Anwohner und Straßenbenutzer sind betroffen, müssen mit Beeinträchtigungen rechnen. Wenn alles erledigt ist, sei erst einmal für zehn Jahre Ruhe, ist Anette Mecke überzeugt. Die Abteilungsleiterin für Straßen und Verkehr im Langenhagener Rathaus macht deutlich, dass im Winter noch größere Schäden gedroht hätten, die Arbeiten deshalb vorgezogen werden mussten. Doch warum nicht in den Sommerferien, wenn erfahrungsgemäß weniger auf Langenhagens Straßen los sei? Das sei zeitlich nicht zu schaffen gewesen, sagt Ralph Gureck, Marketingchef im Langenhagener Rathaus. Es sei nicht so einfach, kurzfristig eine Spezialfirma zu finden. Die Ausschreibung sei erst am 6. Juli abgeschlossen gewesen. Gureck: „Hätten wir später eine Grundsanierung in Angriff genommen, hätte das dreimal so lange gedauert und wäre auch dreimal so teuer geworden.“ Jetzt belaufen sich die Kosten auf rund 240.000 Euro. Der Ablauf: Demarkierung, Pflasterung raus, Dünnschichtbelag, Schächte auf Höhe gesetzt. Bis die Strecke freigegeben wird, läuft die Umleitungsstrecke für beide Richtungen über Klusriede. Parallel ist das Spezialunternehmen noch an anderen Straßen der Flughafenstadt eingesetzt.
Die Sperrung wird voraussichtlich vom 1. August bis zum 15. September über die Bühne gehen; gesperrt sind auch die Zufahrten in Harzweg, Hindenburgstraße, An der Furth und Klusriede auf der Ostseite sowie Gosewischstraße, Angerstraße, Eickenhof und Kastanienallee auf der Westseite. Radwege und Gehwege bleiben frei, auch die Stadtbahnlinien fahren weiter. Beim Aufbringen darf die Asphalschicht aber ein bis zwei Stunden lang nicht betreten werden. Gureck: „Für Geschäftsleute, die betroffen sind, werden wir Lösungen finden.“ Das und viele andere Themen werden bei einer Informationsveranstaltung am Dienstag, 18. Juli, um 18.30 Uhr in der Aula des Schulzentrums an der Konrad-Adenauer-Straße besprochen. Dann wird Baustellen-, Umleitungs- und Parkraumkonzept näher vorgestellt und erläutert.
Im gesamten Bauabschnitt wird eine Parkzone eingerichtet, der P+R-Parkplatz an der Klusriede wird ebenfalls Parkzone. Auch in den Seiten- und Nebenstraßen ist natürlich das Parken erlaubt.
Umzüge sind in dem Zeitraum allerdings nicht möglich; Feuerwehr- und Rettungsfahrzeuge haben freie Fahrt.
In der Informationsveranstaltung am nächsten Dienstag liegt ein Kontaktliste aus, in die Interessierte ihre E-Mail-Adresse oder ihre Telefonnummer einzutragen können. Über Details wird dann per E-Mail oder per SMS informiert, etwa in welcher Fahrtrichtung zuerst gesperrt wird. Mehr Infos auch unter www-langenhagen.de/walsroder-Strasse oder auf Facebook unter www.facebook.com/langenhagen.
Anwohner können unter der Telefonnummer (0511) 73 07-95 95 anrufen; für Geschäftsleute gibt es die Hotline (0511) 73 07-91 89 bei Jörg Hollemann, der auch unter joerg.hollemann@langenhagen.de zu erreichen ist. Projektleiterin ist olga.stickel@langenhagen.de.