Warnstreik vor dem Rathaus

Gewerkschaft verdi will Druck aufbauen

Langenhagen (gg). Beschäftigte der hiesigen Stadtverwaltung haben am Dienstag um 6.15 Uhr ihre Arbeit niedergelegt. Sie sind dem Aufruf der Gewerkschaft verdi gefolgt und haben sich zum Warnstreik vor dem Rathaus versammelt. Nach Meldung von Marian Drews von verdi geht es um die laufenden Tarifverhandlungen. Mit dem Streik soll Druck aufgebaut werden. Die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes wollen von ihren Arbeitgebern, Bund und Kommunen, sechs Prozent mehr Lohn und Gehalt, mindestens aber 200 Euro pro Monat. Gleichzeitig sollen die Ausbildungsvergütungen und Praktikantenentgelte um 100 Euro pro Monat angehoben werden. Die Vorschrift, Auszubildende nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung zu übernehmen, will ver.di wieder in Kraft setzen. Die Laufzeit des Tarifvertrages soll zwölf Monate betragen. Der Bund wird aufgefordert, das Verhandlungsergebnis zeit- und wirkungsgleich auf die 344.000 Beamten, Richter, Soldaten sowie 182.000 Versorgungsempfänger zu übertragen. Die nächsten Verhandlungsrunden sind für Mitte März und Mitte April jeweils in Potsdam terminiert.
In der Stadtverwaltung Langenhagen gibt es rund 900 Beschäftigte im offentlichen Dienst und 80 Beamte. Zur Anzahl der verdi-Mitgliedschaften gibt es keine Auskunft. Vom Warnstreik ausgenommen waren die Beschäftigten der städtischen Kitas, um Rücksicht auf Eltern zu nehmen. Die Personalkosten in der Stadtverwaltung Langenhagen liegen in der Größenordnung von 47 Millionen Euro. Die verdi-Forderung würde ein Plus von ungefähr 2,82 Millionen Euro bei den Personalkosten bedeuten.