Was kostet Sport im neuen Bad?

Vergünstigungen für Vereine bleiben unklar

Langenhagen (gg). Nach dem Ratsbeschluss im März zum reduzierten Eintrittspreis für Vereinsschwimmer in neuen Schwimmbad Wasserwelt geht die Diskussion zur Höhe der Sportförderung munter weiter. Ohne Ergebnis, aber mit dem Versprechen zukünftig Sachverhalte verständlich zu formulieren, ging eine lange Diskussion in der jüngsten Sozialausschuss-Sitzung zu Ende. Nur eins ist sicher: Mit der Eröffnung der Wasserwelt im Oktober und bis zum Jahreswechsel zahlen Vereinsschwimmer überhaupt keinen Eintritt. Dies ist ein Entgegenkommen der Stadtverwaltung, weil die Vereinsschwimmer mit der Schließung des Godshorner Bads Ende August und mit der Verspätung der Wasserwelt-Öffnung sechs Wochen lang kein Schwimmtraining haben. Dieses Entgegenkommen kostet 25.000 Euro, die von der Stadtkasse an den Wasserwelt-Betrieb fließen. Wie viel ab 2018 aus der Stadtkasse als Sportförderung an die Vereine ausgeschüttet werden soll, wurde seitens der Politik noch nicht beantwortet, was sicherlich auch an der fehlenden Information zur bisherigen Praxis lag. Diese sei „nicht klar oder nicht hinterfragt“, so die Auskunft von Sozialdezernentin Monika Gotzes-Karrasch, Vom Sportring habe sie eine Zahl erhalten: 60.000 Besuche von Vereinsschwimmern pro Jahr im Godshorner Bad. Ob die Zahl plausibel sei, wolle die Sozialdezernentin noch erörtern. Ihres Wissens nach seien von allen Schwimmsport-Sparten oder -Vereinen 13.634 Euro an die Hallenfreibad-GmbH Godshorn gezahlt worden plus Bahnen-Geld in Höhe von 2,50 Euro pro Stunde.
Seitens des Wasserwelt-Betriebs wird das Vereinsschwimmen mit 380.000 Euro pro Jahr zu Buche schlagen. Der Betrag ist von den Vereinen (mit Zuschuss aus der Stadtkasse) zu zahlen. Politisch soll eine Entscheidung fallen über die Zuschuss-Höhe. Es stehen drei Varianten zur Auswahl 22.000 oder 31.400 oder 50.000 Euro. Der Sportring will für die Vereine einen Zuschuss in Höhe von rund 107.500 Euro durchsetzen.