Was man zu Hause nicht hat

Sommerfest des Vereins für Sozialarbeit als Sahnehäubchen des Jahresangebots für Jugendliche

Langenhagen (gg). Es ist eine Art Ankerpunkt im Jahresverlauf der Jugendarbeit. Das Sommerfest im Haus der Jugend wird vom Verein für Sozialarbeit im Gartenbereich ausgerichtet und ist ein offenes Angebot an Kinder, Jugendliche und ihre Eltern. „Mit diesem Fest wollen wir gezielt auf die Angebote im Jugendzentrum hingewiesen.“, erklärt Sascha Jankowski. Der Sozialpädagoge koordiniert die Leistungen und Angebote. „Im letzten Jahr konnten wir das Sommerfest nicht ausrichten. Das war einfach nicht möglich“, so sein Rückblick und weiter, „Wir haben begrenzte Mittel zur Verfügung und sind auf die Mitarbeit von geringfügig Beschäftigten angewiesen. Das sind normalerweise bei uns Studenten, doch deren Uni-Stundenpläne lassen das immer weniger zu.“ Froh sei man daher, dass das Sommerfest 2010 realisiert wurde, ein offenes Angebot, das rund 80 Kinder mit ihren Eltern nutzten. 15 Helfer leisteten Auf- und Abbau und die Betreuung der Kinder bei den Spielangeboten wie beispielsweise beim Torwandschießen, bei der Carrera-Bahn oder bei der Hüpfburg. Malstraße, GoCarts, der Fahrsimulator und weitere Angebote waren im Bereich des Spielmobils zu finden. Es gehört zur täglichen Arbeit von MAJA, die mobile aufsuchende Jugendarbeit in Langenhagen. Die Sozialpädagogen Alexander Pufal und Ramona Schirmer haben gerade die Ferienaktion mit diesem Bauwagen beendet. In fünf Wochen wurde an fünf Stationen, täglich von 14 bei 21 Uhr, Halt gemacht. „Stationen sind immer die Treffpunkte der Jugendlichen.“, erklärt Alexander Pufal und weiter, „Unser Angebot richtet sich an 12- bis 21-Jährige. Das Angebot bestehe darin, sich als Ansprechpartner vor Ort zu zeigen. Über Gespräche werden Kontakte geknüpft. Dabei merken die Jugendlichen, dass es Sinn macht, Fragen zu stellen, weil man Antworten bekommt.“ Wenn die Anonymität überwunden ist, ist die Arbeit der Sozialädagogen erleichtert. Sie leisten ein so genanntes niedrig-schwelliges Angebot und sind Brückenbauer. Sie vermitteln zu Ansprechpartnern beispielsweise in den Jobcentern. 50 Kinder sind täglich allein in den Ferien betreut worden. Integrationsarbeit ist dabei eine Selbstverständlichkeit, denn die meisten, der betreuten Jugendlichen haben einen Migrationshintergrund. Für die Freizeitgestaltung sinnvolle Anregungen zu geben, ist oft die Basis des Kontakts. „Viele Jugendliche finden bei uns Angebote, die man zu Hause nicht hat.“, erklärt Alexander Pufal. „Pimp my Spielmobil“ heißt die nächste Aktion von MAJA. Da der Spielmobil-Bauwagen mit schlichtem Grau wenig Charme hat, werden kreative Köpfe gesucht. Sie sind eingeladen, Hand und Farbe anzulegen, um ein buntes Kunstobjekt daraus zu machen. Infos dazu gibt es im Haus der Jugend.