Wasserfrösche tauchten unter

Die NAJU stellte fleißige Helfer für die Kartierung. (Foto: K. Woidtke)

NAJU kartierte Artenvielfalt an Kleingewässern

Langenhagen. Passend zum "Tag der Artenvielfalt" traf sich die Naturschutzjugend (NAJU) in der Feldmark, um dort verschiedene Kleingewässer zu kartieren. In Kooperation mit dem Flughafen Hannover hat der NABU-Ortsverein die Pflege dieser Kleingewässer übernommen und will damit einen Beitrag zur Artenvielfalt leisten.
Gemeinsam mit den Betreuerinnen Christine Pracht und Silke Brodersen machten sich die Jugendlichen auf ihren Fahrrädern auf den Weg zu den Kleingewässern, wo der NABU-Ortsvereinsvorsitzende Ricky Stankewitz, bereits mit Protokollbögen zur Kartierung, Becherlupen und Bestimmungsbüchern wartete. Neben der Bestimmung von Pflanzen und Tieren skizzierten die Jugendlichen den Umriss, schätzten und vermaßen die Größe und die Tiefe der Gewässer, die bei gut einem bis drei Metern liegt. "Wir liegen bei den gefundenen Tierarten innerhalb der Erwartung. Nur die Wasserfrösche entzogen sich der Bestimmung und tauchten unter", erklärte Stankewitz. Die Mädchen und Jungen konnten die Larven und adulte Libellen der Azurjungfern, der Blutroten Heidelibelle und des Plattbauches bestimmen und entdeckten Larven des Teichmolchs. Neben Stabwanzen und Ruderfüßlern leben Taumelkäfer, Rückenschwimmer und Gelbrandkäfer an den Kleingewässern. "Bei den Pflanzen ist es erwartungsgemäß ebenfalls noch recht spärlich. Scharfer Hahnenfuß, Laichkraut und verschiedene Gräser und Seggen sind bereits vorhanden", berichtete Stankewitz von den Ergebnissen der Kartierung. Die NAJU wird in den nächsten Jahren die Entwicklung an den Kleingewässern verfolgen, protokollieren und ist schon gespannt, welche Tiere und Pflanzen dann gefunden werden.