Wechsel im Engelbosteler Ortsrat

Gudrun Mennecke (links) gratulierte Bettina Auras bei der Amtsübernahme. (Foto: G. Gosewisch)

Bettina Auras ist Ortsbürgermeisterin, Gudrun Mennecke abgelöst

Engelbostel (gg). Der Wählerwille brachte ein Patt (drei zu drei) zwischen die SPD und die CDU im Engelbosteler Ortsrat. Nach der Kommunalwahl wird das Gremium zudem durch Karin Eggers (Grüne) und den zwei Vertretern der Unabhängigen Wähler Engelbostel (UWE) mit Matthias Jürgens und Matthias Schreiber gebildet. Wer sie für sich gewinnt, hat die Mehrheit. Gelungen ist das der CDU bei der Wahl der Ortsbürgermeisterin. Bettina Auras löste mit fünf zu vier Stimmen (in geheimer Wahl) die bisherige Amtsinhaberin Gudrun Mennecke (SPD) ab - ein Votum, das dem Vernehmen nach vorab bekannt war. Dass die SPD nicht darauf verzichtete, ihre eigene Kandidatin Gudrun Mennecke überhaupt zu nominieren, zeigte eine recht unnötige politische Kante auf, denn der erklärten Absicht nach wollen alle Ortsratsmitglieder zum Wohl von Engelbostel agieren und nach Beratung für einvernehmliche Entscheidungen sorgen. So nahm Gudrun Mennecke die Niederlage geschäftig auf. Sie besann sich auf ihre Stärken, moderierte gekonnt und sorgte für einen vernünftigen Sitzungsverlauf. Dass sie nebenbei erste Unsicherheiten ihrer Amtsnachfolgerin Bettina Auras ausbügelte, sie vor kleinen formalen Fehlern bewahrte, war bezeichnend. Bettina Auras würdigte die Verdienste von Gudrun Mennecke, sprach Dank aus für 15 Jahre lang geleistete Arbeit aus. "Ehrlich, transparent und konstruktiv" will sie nun im Sinn der Engelbosteler Bürger als neue Ortsbürgermeisterin arbeiten.
Einstimmig wurde Wilhelm Eike (SPD) zum stellvertretenden Ortsbürgermeister gewählt. Die Fraktionsvorsitzenden sind Daniel Köster (SPD), Eric Mürau-Balke (CDU) und Matthias Schreiber (UWE). Hendrik Brandes bleibt im Ortsrats für die CDU-Fraktion aktiv. Verabschiedet wurden Johann Strauß (SPD), Echart Brix (SPD) und Mike Scheer, bisher stellvertretender Ortsbürgermeister. Er kehrt Deutschland in diesen Wochen den Rücken, baut sich in Kanada eine neue Heimat auf.