Weg für dritte IGS ist frei

Knappes 18-zu-17-Votum des Rates der Stadt Langenhagen

Langenhagen (ok). Die Entscheidung war denkbar knapp, aber sie steht. Mit 18 zu 17 Stimmen bei einer Enthaltung hat sich der Rat der Stadt Langenhagen in seiner jüngsten Sitzung am Montagabend dazu entschieden, die Robert-Koch-Realschule in eine Halbtags-IGS mit offenem Ganztagsangebot umzuwandeln. Nach Auskunft von Jan Hülsmann aus dem Schulvorstand eine Lösung, die das Gremium in seiner Sitzung am 8. März auch favorisiert habe. Für Wolfgang Kuschel (SPD) die richtige Entscheidung – nirgendwo außer noch in Österreich gebe es ein so hochselektives System wie in Deutschland. Etwa 50.000 – das entspreche sechs Prozent – Schüler blieben in jedem Jahr ohne Schulabschluss. Vielfalt gebe es nur bei Blumensträußen oder im Warenhaus, und auch die Verkehrsregeln seien einheitlich. Der Drang ins Integrierte Schulsystem sei groß, die Robert-Koch-Realschule leide an einem Siechtum. So habe es für das nächste Schuljahr bislang lediglich 46 Anmeldungen gegeben. Auch für Domenic Veltrup (BBL) ist die IGS die einzige logische Schulform, die übrigbliebe. Eine Oberschule sei nur sinnvoll und habe Überlebenschancen, wenn es keine Integrierte Gesamtschule am Ort gebe. So gebe es ein weiteresHalbtagsangebot neben dem Gymnasium. Reinhard Grabowsky dagegen ist anderer Ansicht, die RKS werde nur schlechtgeredet. Durch diese konträren Positionen, die sich auch im Abstimmungsverhalten widerspiegelten, kam es letztendlich zum knappsten aller Resultate. Eine Entscheidung, die im Sinne der RKS zu sein scheint, denn sowohl Schulvorstand als auch die Mehrzahl der Lehrer soll sich für ein integriertes System ausgesprochen haben.