Weihnachtsbaum fing Feuer

Nach einer so genannten Durchzündung flammte das Feuer noch einmal richtig auf.Foto: O. Krebs
 
Mit der Drehleiter wurde der Brandherd von oben bekämpft.Foto: O. Krebs

Brand in Krähenwinkel: Haus stand schnell komplett in Flammen

Krähenwinkel. Großer Brand in Krähenwinkel: Gegen 21.20 Uhr am Sonntagabend wurden die Ortsfeuerwehren Krähenwinkel und Langenhagen zu einem Wohnungsbrand in die Eichstraße alarmiert. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand ein Wintergarten, der zur Eichstraße gelegen war, bereits lichterloh in Flammen. Die Bewohner hatten zu diesem Zeitpunkt das Einfamilienhaus glücklicherweise bereits verlassen. Umgehend wurde ein Atemschutztrupp in das brennende Gebäude geschickt, um das Feuer auf den Wintergarten zu begrenzen. Obwohl das erste C-Rohr durch diesen Trupp bereits etwa zehn Minuten nach der Alarmierung eingesetzt wurde, konnte ein Ausbreiten nicht mehr verhindert werden: Der vorgehende Trupp konnte nur noch einen Brand des gesamten Erdgeschosses feststellen. Ein Hund konnte noch rechtzeitig aus seinem Zwinger befreit werden.
Bis 21.40 Uhr wurde ein weiteres C-Rohr im Innenangriff und zwei C-Rohre im Außenangriff eingesetzt. Dieses aggressive Vorgehen von der Vorder- und auch der Rückseite zeigte schnell Wirkung - das Feuer im Erdgeschoss war weitestgehend gelöscht. Durch eine Erkundung der Trupps konnten diverse weitere Brandherde im Dachgeschoss lokalisiert werden, die von außen bislang in dieser Intensität nicht entdeckt worden waren. Die Drehleiter aus Langenhagen wurde daher um 21.44 Uhr in Stellung gebracht. Etwa vier Minuten später zündete das Dachgeschoss durch und Stand anschließend im Vollbrand. Die im Innenangriff befindlichen Trupps konnten zum Glück vorher rechtzeitig das Obergeschoss verlassen. Der Einsatz von sechs C-Rohren und einem Wenderohr im Außenangriff konnten einen Totalschaden des Gebäudes allerdings nicht mehr verhindern. Jedoch konnten Nachbargebäude mit Riegelstellungen geschützt werden. Das Gebäude wurde gas- und stromlos geschaltet.
Um 22 Uhr wurde die Ortsfeuerwehr Kaltenweide nachgefordert, um eine etwa 450 Meter lange Schlauchleitung zur Walsroder Straße zu verlegen. Gegen 23 Uhr war das Feuer insoweit unter Kontrolle, als dass mit Nachlöscharbeiten begonnen werden konnten. Die Nachlöscharbeiten zogen sich bis spät in die Nacht. Menschen wurden zum Glück nicht verletzt. Insgesamt waren acht Atemschutztrupps mit den Löscharbeiten beschäftigt. Die Schnelle Eingreifgruppe (SEG) Langenhagen wurde nachgefordert, um die Verpflegung der teilweise erschöpften Einsatzkräfte zu übernehmen.
Unter der Einsatzleitung des stellvertretenden Ortsbrandmeisters aus Krähenwinkel, Kai Jüttner, waren insgesamt 65 Einsatzkräfte mit zwölf Einsatzfahrzeugen im Einsatz. Ebenfalls vor Ort waren zwei Rettungswagen und ein Notarzt. Die SEG Langenhagen war mit zwei Fahrzeugen und drei Helfern im Einsatz. Was die Brandursache angeht: Die Ermittler gehen von einer fahrlässigen
Brandstiftung aus. Ersten Erkenntnissen zufolge hatte ein im Wintergarten stehender Weihnachtsbaum Feuer gefangen. Die Eigentümer (74 und 73 Jahre alt)
hatten noch vergeblich versucht, den Brand zu löschen. Nachdem sich
das Feuer offenbar sehr schnell auf den gesamten Wintergarten ausgebreitet hatte, verließ das Ehepaar gemeinsam mit ihrem Enkelkind das Haus und informierte die Feuerwehr.Die Flammen breiteten sich offenbar so schnell
aus, dass innerhalb kürzester Zeit das gesamte Einfamilienhaus brannte. Es entstand ein Sachschaden in Höhe von etwa 250.000 Euro.