Weiter für den Export produzieren

Ausnahmeregelung hilft Langenhagener Reemtsma-Werk

Langenhagen. Der aktuelle Gesetzentwurf des Bundeslandwirtschaftsministeriums zur Umsetzung der europäischen Tabakproduktrichtlinie sieht Ausnahmen für Exportprodukte vor. Diese müssen nicht die europäischen Voraussetzungen erfüllen, sondern die Anforderungen des Bestimmungslandes. „Das sind gute Nachrichten für die Arbeitnehmer bei Reemtsma in Langenhagen“, freut sich der Bundestagabgeordnete Hendrik Hoppenstedt (CDU), denn Reemtsma könne für den Export weiter produzieren wie bisher.
Ursprünglich waren keine Ausnahmeregelungen für den Export außerhalb Europas vorgesehen. Das hätte Reemtsma in Langenhagen als exportorientiertes Werk mit 70 Prozent der Produktion für den Nicht-EU-Markt stark belastet, weil dann EU-Warnhinweise auf die Verpackungen gedruckt hätten werden müssen, obwohl sie für den Markt außerhalb der EU bestimmt sind.
„Eine Verschärfung für den Export außerhalb Europas habe ich von Anfang an für nicht sinnvoll gehalten“, sagte der Nichtraucher Hoppenstedt und betonte, der Schutz vor den Gefahren des Rauchens sei in Nicht-EU-Ländern Sache der jeweiligen Staaten. Deshalb habe er sich gegenüber dem Ministerium vehement für Ausnahmeregelungen für Exportzigaretten ausgesprochen.
Weiterhin wird sich Hoppenstedt auch für praktikable Umsetzungsfristen der Vorgaben für die Herstellung von Zigarettenschachteln für den heimischen und EU-Markt einsetzen.“