Weitere Einsätze folgen

Tatkräftig sind die Naturschützer in Kananohe im Einsatz. (Foto: R. Stankewitz)

NABU-Helfer sorgen für Artenvielfalt

Langenhagen. Der NABU-Ortsverein hatte zum Pflegeeinsatz an den Kleingewässern in Kananohe aufgerufen, um dort die Artenvielfalt zu erhalten. Hauptziel war, offene Bodenstellen zu schaffen, um seltenen Pflanzen die Ausbreitung zu erleichtern. Dafür kamen zwölf Helfer am zur Zeit trocken gefallenen Tümpel am Gerstenberg zusammen. Sie beseitigten gemeinsam mit Einsatzleiter Ricky Stankewitz außerdem den aufkommenden Baumwuchs von Kiefern, Weiden und Birken. Denn außer seltenen Pflanzen wie Pillenfarn und Wasserschlauch gibt es hier auch Laubfrösche und andere Amphibien, die auf besonnte Gewässer zum Laichen angewiesen sind. „Würden wir die durch Samenflug eingetragenen Gehölze nicht beseitigen, käme es zu einer Beschattung und Verschlammung der Tümpel durch einfallendes Laub“, erklärt der NABU-Vorsitzende Ricky Stankewitz. Er ist begeistert von der Artenvielfalt in Kananohe. Er betreut die Kleingewässer mittlerweile seit acht Jahren und freut sich jedes Jahr im Frühjahr über die Laubfroschkonzerte, die ein hörbares Zeichen dafür sind, wie wichtig der Einsatz der Naturschützer ist. In Kananohe gibt es nach dem Vorkommen am Steinhuder Meer das zweitgrößte Laubfroschvorkommen der Region Hannover. Von den Pflegeeinsätzen profitieren nicht nur die stimmgewaltigen, grünen Laubfrösche, sondern auch andere Amphibien, seltene Pflanzen, Libellen und weitere Insekten. Von dieser Artenvielfalt waren auch die Helfer begeistert, die gestärkt durch eine wärmende Suppe nach einer Pause wieder motiviert an die Arbeit gingen.
Helfer gesucht: Auch für den nächsten Pflegeeinsatz am Sonnabend, 22. Oktober, werden noch freiwillige Helfer gesucht. Wer den NABU von 10 bis 14 Uhr unterstützen möchte, meldet sich telefonisch unter (0511) 27 08 20 19 oder per E-Mail ricky.stankewitz@nabu-langenhagen.de. Treffpunkt ist wieder der Parkplatz Hasenheide in Kananohe. Die Helfer werden kostenlos durch den NABU verpflegt.