Weitere Städtebauförderung für Langenhagen

Ein Euro zieht etwa acht Euro Folgeinvestition nach sich

Langenhagen. Auf Nachfrage von Marco Brunotte, Landtagsabgeordneter der SPD für Langenhagen, bestätigte Niedersachsens Bauministerin Cornelia Rundt weitere Städtebaufördermittel für Langenhagen. Langenhagen wird im Rahmen der Programme „Soziale Stadt“ für Wiesenau und „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ für die Kernstadt Nord/ Walsroder Straße für das Jahr 2017 insgesamt 1.366.000 Euro erhalten.
Bereits im Jahr 2015 war Langenhagen mit beiden Projekten in die Städtebauförderung aufgenommen worden. Dazu erklärt Marco Brunotte: „Auch Langenhagen hat dieses Jahr wieder den Sprung in die Städtebauförderung geschafft. Die Förderung des Städtebaus ist insbesondere in der heutigen Zeit extrem wichtig. Zusätzlich zu den städtebaulichen Effekten trägt die Förderung auch zu einer erheblichen Wertschöpfung und einer beschäftigungswirksamen Verbesserung der Auftragslage in der niedersächsischen Bauwirtschaft bei.“ In der Regel ziehe ein Euro öffentlicher Förderung bis zu acht Euro an Folgeinvestitionen nach sich.
Der Stadtteil Wiesenau erhält im Programm „Soziale Stadt“ im Jahr 2017 insgesamt 466.00 Euro von Bund und Land. „Der seit mehreren Jahren mit Hilfe des kommunalen Wohnungsbauunternehmens KSG begonnene Prozess in Wiesenau wird nun durch die Städtebauförderung weitere Impulse erhalten“, freut sich Marco Brunotte, „dabei spielt auch der Quartierstreff zur Aktivierung der Menschen eine wichtige Rolle.“
Einen besonderen Schwerpunkt hat die SPD beim Programm „Soziale Stadt“ gesetzt. Nachdem dieses Förderprogramm von der ehemaligen schwarz-gelben Bundesregierung fast vollständig zerschlagen worden war, wurde es durch die Regierungsbeteiligung der SPD im Bund wiederbelebt. „Die Soziale Stadt wird nun wieder zum Leitprogramm der sozialen Integration in der Städtebauförderung. Benachteiligte Quartiere sollen somit stabilisiert und aufgewertet werden“, so der Bauexperte der SPD-Fraktion. „Für uns stehen in der Neuausrichtung die nichtinvestiven Mittel im Vordergrund, die wir nun durch quartiersbezogene Verfügungsfonds ergänzt haben“, sagt Marco Brunotte. So sollen die Menschen in den Fördergebieten unbürokratisch aktiviert und beteiligt werden.
In das Programm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ wurde der Bereich „Kernstadt Nord/ Walsroder Straße“ im Jahr 2015 aufgenommen. Insgesamt 700.000 Euro stehen im Jahr 2017 von Bund und Land Niedersachsen zur Verfügung. Das Quartier um Hermann-Löns-Schule und Bahnhof Pferdemarkt soll mit den Mitteln der Städtebauförderung aufgewertet werden.
Die Mittel setzen sich aus Bundes- und Landesmitteln zusammen. „Der gesellschaftliche Wandel und die Flüchtlingssituation stellt unsere Städte und Gemeinden vor große Herausforderungen“, so Marco Brunotte, „mit dem Programm ist eine gute Entwicklung für die Gebiete in Langenhagen möglich. Ich freue mich, dass sich unser Engagement beim Bund und beim Land sprichwörtlich bezahlt macht.“
Insgesamt stehen in diesem Jahr fast 95 Millionen Euro an Bundes- und Landesmitteln in Niedersachsen für das Städtebauförderungsprogramm 2017 zur Verfügung. Zusammen mit dem Eigenanteil der Gemeinden und den zweckgebundenen Einnahmen steht damit ein Investitionsvolumen von mehr als 140 Millionen Euro für Projekte in niedersächsischen Städten und Gemeinden zur Verfügung.
„Damit hat Niedersachsens Sozial- und Bauministerin Cornelia Rundt gemeinsam mit den Fraktionen von SPD und Grünen im Niedersächsischen Landtag eine Förderung auf einem hohen Niveau durchgesetzt“, freut sich Marco Brunotte, der Sprecher der SPD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag für Wohnungs- und Städtebau ist, „mit der Förderhöhe machen wir die Bedeutung einer wirksamen Städtebauförderung für die Kommunen deutlich.“ Das Land Niedersachsen werde die erhöhten Bundesmittel vollständig komplementär finanzieren.
„Der Ausbau der Städtebauförderung durch die neue Bundesregierung auf 700 Millionen Euro war eine deutliche und dringend notwendige Korrektur,“ sagt Marco Brunotte als Sprecher für Städtebau, „wir gehen von positiven Effekten für die geförderten Quartiere aus, die sich in einer Verbesserung der Lebensqualität für die Menschen bemerkbar machen wird.“