Welche Trainingszeiten?

Langenhagen (gg). Sofort nach Veröffentlichung des Berichts "SPD ist auch für Sporthallenöffnung" in der ECHO-Ausgabe vom 1. August erhielt die Redaktion einen offenen Brief des CDU-Ratsherrn Bernhard Döhner. Er richtet sich an SPD-Ratsfrau Anja Sander. Sie spricht sich, wie vor ihr CDU-Ratsherr Mirco Heuer, für die Öffnung der Sporthallen während der Sommerferien aus. Sie betont aber, dass diese Öffnung dann für alle Vereine und Gruppen durchgesetzt werden müsste, nicht nur für die von Heuer als Beispiel genannten SCL-Leistungsturnerinnen. Bis das gewährleistet ist, empfiehlt Sander den Turnerinnen, in die SCL-Halle oder in das Sportleistungszentrum (SLZ) in Hannover am Maschsee auszuweichen. "Dort gibt es freie Trainingszeiten, das habe ich nachgefragt", sagt Sander. "Absolute Unkenntnis sportlicher Belange", wirft Döhner Sander vor und ergänzt, "Die SCL-Mädchen, die unter Willi Osing seit Jahrzehnten in der Halle der Robert-Koch-Realschule (RKS) aufbauend trainiert und immer wieder neu an die deutsche Leistungsspitze herangeführt werden, sind ein Aushängeschild für Langenhagen. Das Turnen auf dieser Ebene lässt sich nur an speziellen Geräten durchführen. Derartige Geräte lassen sich in Langenhagen nur in der RKS, der großen Halle des Schulzentrums und der SCL-Halle entsprechend in Bodenhülsen verankern. Dieses dient der Sicherheit der Turnerinnen. Die stundenlangen Leistungstrainingseinheiten verbieten sich in der SCL-Halle, in der mittels eines gesonderten Belegungsplans in den Sommerferien alle sonstigen Gruppen aus den kleineren Hallen aufgefangen werden. Ich stehe Frau Sander gern zu einem Austausch über Schule und Leistungssport zur Verfügung, damit Sie zur nächsten Sportlerehrung der Stadt als Ratsmitglied kompetent gratulieren kann", formuliert Döhner öffentlich. "Das ist beleidigend, das kommentiere ich nicht", sagt Sander im Gespräch mit dem ECHO.