Wenig Gedanken um städtisches Eigentum?

Schulhof und Parkplatz: Verwaltung an der RKS in der Zwickmühle

Langenhagen (ok). Klar ist, dass noch gar nichts klar ist: Das Außenglände der Robert-Koch-Realschule mit der angrenzenden Turnhalle stellt in den Planungen der Stadtverwaltung noch eine große Unbekannte dar. Denn: Die Schule braucht einen adäquaten Pausenhof für die etwa 700 Schülerinnen und Schüler, aber für die Besucherinnen und Besucher des angrenzenden Theatersaals und der Sporthalle müssen auch ausreichend Parkplätze zur Verfügung gestellt werden. "Momentan sind es 90, es müssten aber eigentlich 110 sein", sagte Stadtbaurat Carsten Hettwer in der jüngsten Sitzung des Stadtplanungs- und Umweltausschusses. Ihm schwebt ein Modell nach dem Motto "Schulhof im Quartier" vor. Das Problem ist nach Informationen des Gemeinde-Unfallversicherungsverbandes (GuV), dass eine Trennung zwischen Schulhof und Parkplatz auf einer markierten Fläche nicht möglich, der Versicherungsschutz dann gefährdet sei. Und zwar selbst dann, wenn es eine zeitliche Trennung – etwa vor und nach 18 Uhr – gebe. Allerdings will Hettwer das Ganze noch einmal rechtlich überprüfen lassen, denn der GuV habe "die Weisheit auch nicht mit Löffeln gefressen". Auf jeden Fall sei es so unbefriedigend, vor allen Dingen für die Schülerinnen und Schüler. Und dann ist das ja noch die Frage, was mit der Turnhalle passiert: Sanierung oder kompletter Neuaufbau? Marco Brunotte (SPD) regte an, sich erst einmal Gedanken über das komplette Ensemble zu machen, bevor es in die Detailplanungen geht. Weitere Parkflächen gebe es ja auch in der näheren und weiteren Umgebung, etwa im Bereich des Straßburger Platzes. Der Schulhof soll als zweite Baumaßnahme nach der Gestaltung des Eingangsbereiches in Angriff genommen werden; eine komplette Entsiegelung ist allerdings nicht vorgesehen, da massives Pflaster notwendig sei. Stichwort Brunnen: Das Kunstwerk mussten bei den Arbeiten an der Robert-Koch-Realschule entfernt werden; die Einzelteile sind auf dem Betriebshof eingelagert. Begründung: Er habe zum einen die Rettungswege versperrt, zum anderen auf Versorgungsleitungen gestanden. Die neue Fläche sei ein Platz zum Verweilen; eine "Rückplatzierung" des Brunnens sei nicht vorgesehen. Das sieht Ratsherr Wilhelm Behrens ganz anders: Er spricht eher von einer "großzügigen Leere". Auc er ist der Ansicht, dass der Aufbau am alten Standort aus Kostengründen wenig Sinn hat, schlägt aber neue Flächen wie den Stadtpark oder auch am Wasserturm vor. Für ihn ist "der Brunnen ein typisches Beispiel für den gedankenlosen Umgang der Verwaltung mit städtischem Eigentum".