Weniger Lärm rechnerisch möglich

Tempo 30 an den großen Kreuzungen denkbar

Langenhagen (gg). Nun liegen Lärm-Meßwerte für besonders viel befahrene Bereiche vor, die im Auftrag der Stadtverwaltung vom BMH-Ingenieurbüro (Garbsen) im vergangenen Winter aufgenommen wurden. Überprüft wurde der Lärm an der Hannoverschen Straße von der Weidenstraße bis zur Berliner Allee (400 Meter) und an der Langenhagener Straße in der Ortsdurchfahrt Schulenburg (150 Meter) sowie an der Godshorner Straße zwischen Langenforther Platz und Straßburger Platz (400 Meter). Nach Lärmschutz-Richtlinien können Lärmschutzmaßnahmen getroffen werden, wenn Richtwerte überschritten werden. In reinen Wohngebieten beispielsweise liegt dieser Richtwert bei 70 Dezibel tagsüber und 60 Dezibel nachts; in Gewerbe- oder Mischgebieten liegen die Richtwerte höher. Die Lärmschutzmaßnahmen dürfen aber nur dann getroffen werden, wenn damit, zumindest rechnerisch, eine Pegelminderung von drei Dezibel bewirkt wird.
Da es in den untersuchten Bereichen insbesondere nachts zu Überschreitungen kommt, soll nachts auf Tempo 30 reduziert werden. Das Fazit der Experten: „Nicht zuletzt aufgrund des hohen Lkw-Anteils in der Nachtzeit ist eine derartige Maßnahme unter schalltechnischen Gesichtspunkten zu empfehlen.“
Ob Tempo 30 vorgegeben wird, entscheidet sich nach politischer Diskussion in der nächsten Sitzung des Verkehrsausschusses am Dienstag, 30. Mai, um 17.45 Uhr im Ratssaal, Marktplatz 1.