„Wenn Bürger mit dem Kopf schütteln“

Nach Weisung der aha-Mitarbeiter an den Grüngut-Annahmestellen werden Stuken angenommen, oder auch nicht - so die Erfahrung betroffener Bürger. (Foto: M. Mettler)

Mülleinteilung auf Wertstoffhöfen schwer zu verstehen

Langenhagen (gg). „Mit Wohnsitz in Langenhagen nutze ich für meine privaten Abfälle regelmäßig die aha-Wertstoffhöfe Hannover-Sandstraße und Hannover-Wietzegraben sowie die Grüngut-Annahmestellen in Langenhagen einschließlich des aha-Grüngutcontainers auf dem Betriebshof der Stadt Langenhagen“, so die Zuschrift eines ECHO-Lesers zu einem besonders kuriosen Alltagserlebnis. „Bei Abfuhr diversen Altmaterials zum Wertstoffhof am Wietzegraben wurde mir vor Ort auf meine Frage, in welchen Container ich alte Dachpappe entsorgen könnte (Bauschutt, Sperrmüll), die Annahme verweigert und gesagt, dass solche Materialien nur an der Deponie abgegeben werden könnten“, so Schilderung der Situation, die sich daraufhin für den Leser unfassbar fortsetzte, denn mit der besagten Dachpappe auf der Deponie angekommen wurde er von den Beschäftigten angewiesen, diese eben doch in den Sperrmüll-Container zu werfen. „Das hätte ich doch dann schon auf dem Wertstoffhof tun können. Man fühlt sich veräppelt, das geht vielen Anlieferern so“, erzählt der Leser und schüttelt mit dem Kopf. Auch bei der Abgabe von Stuken erlebte er sein „blaues Wunder“: „An der Grüngut-Annahmestelle ist auf dem Schild zu lesen, dass Stuken nicht abzuladen sind. Auf der Deponie angekommen, sollte ich den Stuken dann doch in den Grüngut-Container werfen. Es ist sehr ärgerlich mit Müll und Wertstoffen von Annahmestelle zu Annahmestelle durch die Region geschickt zu werden, wenn er doch offenbar überall entsorgt werden könnte.“
Erklärung liefert Stefan Schlutter, Abteilung aha-Öffentlichkeitsarbeit, im Gespräch mit dem ECHO: „Ich will nicht in Abrede stellen, dass es auf den aha-Höfen vielfach Verärgerung unter den privaten Anlieferern gibt. Normalerweise sollten die Mitarbeiter vor Ort besser erklären.“ Kompliziert seien die Prozesse. Schlutter erklärt: „Auf der Deponie stehen viele Sperrmüll-Container. Da fällt es in der Gesamtbeprobung auf Schadstoffe wie Schwefel nicht ins Gewicht, wenn ein Stück Dachpappe dabei ist. Auf kleinen Höfen mit nur einem Container jedoch schon und auch bei den Stuken geht es um ein Mengen-Problem.“
Ob sich die aha mit diesen Abläufen einen Gefallen oder ein Eigentor schießt, bezweifelt ein anderer ECHO-Leser: „Ich habe schon viele Anlieferer beobachtet, die außerhalb der Öffnungszeiten der Höfe aus Frust ihren Müll vor die Schranke gekippt haben.“