Wenn das Geschenk zu klein ausfällt

Rot-grüne Ratsmehrheit will Erziehergehalt nicht aufbessern

Langenhagen (ok). Es ist bald Weihnachten, und auch der Rat der Stadt Langenhagen hat sich nicht lumpen lassen, Geschenke an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Sozial- und Erziehungsberufen verteilt: Befristungen in den Arbeitsverträgen werden aufgehoben; Neueinstellungen erfolgen grundsätzlich nur noch unbefristet. Zusatzkosten: etwa 300.000 Euro. 5.000 Euro werden für Schul- und Büchergeld für die Auszubildenden in den Haushalt eingestellt, weitere 10.000 Euro für berufsbegleitende Weiterbildungen. Trotzdem sind die Geschenke kleiner ausgefallen, als es sich viele Erzieher und Sozialarbeiter vorgestellt haben. Mehr Geld gibt es am Ende des Monats nicht, Langenhagen wird nicht zum "sozialen Brennpunkt" erklärt, um solche eine Höhergruppierung zu rechtfertigen. SPD-Fraktionschef Marc Köhler: "Wir sehen nicht, dass sich das pädagogische Personal in Langenhagen stärker um Kinder mit Auffälligkeiten kümmern muss als anderswo." Die CDU hatte genau dies gefordert, sieht diese Berufsgruppe trotz einer Erhöhung im Sommer tariflich als schlecht behandelt an. Es werde ein Höchstmaß an Einsatz gefordert, die Arbeit mit und am Menschen müsse auch vor dem Hintergrund der zunehmenden Zahl an Flüchtlingen aufgewertet werden. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Bernhard Döhner: "Dem zukünftigen Fachkräftemangel muss entgegengewirkt werden. Wir verweisen noch einmal auf unseren Antrag zur Ansiedlung einer Fachschule in unserer Stadt." Die rot-grüne Ratsmehrheit lasse die Menschen einfach im Regen stehen. Eine rot-grüne Entscheidung mit der allerdings auch Bürgermeister Mirko Heuer konform geht. Ein Gehaltsbonus der Stadt Langenhagen im Wettbewerb der Kommunen untereinander um gute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter lasse die Spirale immer weiter drehen.