Wenn die Gummi-Ente auf dem Dach flattert

Der feierliche Akt: Zimmermeister Christian Heggemann und Holzbauingenieur Sören Schierbaum übernehmen den Richtspruch für die "Wasserwelt". (Foto: O. Krebs)

Richtfest mit 100 geladenen Gästen in der Langenhagener „Wasserwelt“

Langenhagen (ok). Es ist schon ein Richtkranz der besonderen Art, der seit Donnerstag am Dach der „Wasserwelt Langenhagen“ hängt. Originell mit Schwimmnudeln, Gummi-Enten und anderem Schwimmzubehör. Knapp 100 geladene Gäste aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung waren beim Richtfest für das Sport-, Freizeit- und Familienbad an der Theodor-Heuss-Straße dabei, hatten auch die Gelegenheit, sich bei Führungen auf der etwa 60.000 Quadratmeter großen Baustelle umzusehen und den Fortschritt seit dem Spatenstich im März vergangenen Jahres zu begutachten. Die 1.000 Quadratmeter große Wasserfläche verteilt sich auf insgesamt sieben Becken. Grundsteinlegung war vor elf Monaten; die Feier fand auf der frisch gegossenen Sohlplatte statt. „Das Erdgeschoss gab es noch nicht, man musste versuchen, sich Lage und Größe der Badehalle und der Saunabereiche vorzustellen. Über die Bautätigkeit konnte man sich aber schon von Anfang an jederzeit einen direkten Überblick verschaffen.“ Dazu sind ein Aussichtscontainer und eine Webcam, die laufend Bilder ins Netz stellt, aufgestellt worden. Heuer weiter: „Heute ist der größte Teil von dem, was hier gebaut wird, schon zu sehen und auch von innen zu begehen und zu besichtigen.“ Monatelang liefen die Betonarbeiten, zuletzt dann der Stahlbau der Dachkonstruktion. Heuer ist sich sicher, dass das 27-Millionen-Projekt trotz „einiger unerwarteter Schwierigkeiten“ (das ECHO berichtete) zu einem guten Ende gebracht werde. Das Richtfest sei ein Meilenstein, der zeige, dass die Stadt Langenhagen auf dem Weg, ein Bad für die Langenhagenerinnen und Langenhagener zu bauen schon ein großes Stück vorangekommen sei. Mirko Heuer: „Darauf aufbauend können wir zuversichtlich und beharrlich weiter arbeiten und dieses Projekt zu einem gelungenen Abschluss bringen.“ Doch Heuer schlug auch andere Töne an, kritisierte scharf eine E-Mail, die ihn am Vormittag erreicht habe. Die dort genannten Begriffe „konzeptlos, sinnlos, kopflos und planlos“ in Sachen Schwimmbadneubau weise er deutlich zurück. Bernhard Döhner, Vorsitzender des Badausschusses, machte auch deutlich, dass der Weg bisher kein einfacher gewesen sei, er sich als Bindeglieder zwischen Planung und Politik sehe. Döhner scherzhaft: „Zusammen mit meinem Stellvertreter Wolfgang Langrehr könnte ich sicher schon die Bauberatung für ein kleines Schwimmbad übernehmen.“ Bis zur geplanten Eröffnung Mitte nächsten Jahres ist allerdings noch eine Menge zu tun – jetzt stehen vor allen Dingen Arbeiten an der Gebäudehülle und im Innenausbau auf dem Programm.